Archäologin Lohwasser übergibt Schulmaterialien im Sudan
Spontane Spende nach der Kinderuni kommt an

Münster -

Bei der Veranstaltung der Kinderuni „Feldbett statt Hörsaal“ der Archäologin Prof. Dr. Angelika Lohwasser ging es im Januar nicht nur um Ausgrabungen im Sudan, sondern auch um die Lebensweise der Menschen vor Ort, die Lohwasser bei ihren vielen wiederholten Reisen dorthin kennengelernt hat.

Montag, 04.04.2016, 08:04 Uhr

Übergabe der aus Spenden finanzierten Schulmaterialien an den Bürgermeister von Bir Merwa, Ali Hussein al Nikeet, und seinen Stellvertreter durch Angelika Lohwasser. 
Übergabe der aus Spenden finanzierten Schulmaterialien an den Bürgermeister von Bir Merwa, Ali Hussein al Nikeet, und seinen Stellvertreter durch Angelika Lohwasser.  Foto: Foto: privat

Nach der von unserer Zeitung und der Universität organisierten Vorlesung überreichten Eltern der Kinderuni-Kinder der Professorin spontan Geldspenden, damit Lohwasser bei ihrer nächsten Reise in der kleinen Schule im Ort Bir Merwa Spenden für Schulmaterial überreichen könnte. Das ist mittlerweile geschehen, berichtet Lohwasser.

Am 10. März hat sie von zwei Wandtafeln, Schaubildern, 100 Heften, Blei- und Buntstiften, Heftchen für Erstleser und viele weiteren Schulmaterialien an den Bürgermeister des kleinen Ortes übergeben. „Da Schulferien waren, war der Direktor nicht anwesend, gleichwohl fand die Übergabe im Direktorenzimmer der Schule statt“, berichtet die Archäologin, die jetzt von ihren Grabungen im Sudan nach Münster zurückgekehrt ist.

In der Schule lernen etwa 80 Kinder, Mädchen und Jungen gemischt, im Alter von sieben bis 16 Jahren. Es gibt sieben Lehrer und den Direktor.

Bir Merwa ist ein regionales Zentrum im Wadi Abu Dom. Der Brunnen, um den sich das Dorf etabliert hat, wird jedoch in den letzten Jahren immer wasserärmer. Der Versuch, einen neuen Brunnen zu bauen, ist jedoch fehlgeschlagen, berichtet Lohwasser von den Nöten Menschen dort.

Die Bewohner leben von Ziegenzucht und Kamelen. Sie wohnen in traditionellen Häusern aus Zweigen, es gibt aber auch einige Lehmbauten. Auch die Bekleidung ist traditionell sudanesisch: Männer tragen eine weiße Galabiya, Frauen einen farbenprächtigen Thob (großes, um den Körper geschlungenes Tuch).

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