Vorbericht
Was macht der Schokokuss im Weltall?

Donnerstag, 06.03.2008, 14:03 Uhr

Bei einer Reise ins Weltall würde so mancher sicher gern einen Schokokuss als Proviant mitnehmen. „Wer das will, hat keine Ahnung von Physik“, sagt Prof. Dr. Kornelia Möller . Denn der Schokokuss ist ganz und gar untauglich für die Mitnahme in einem luftleeren Raum, wie das Weltall.

Warum, das werden die Professorin am Fachbereich Physik und ihre wissenschaftliche Mitarbeiterin Eva Blumberg am Freitag (21. Januar) ab 16.15 Uhr bei der nächsten Vorlesung der Kinderuni im großen Hörsaal H 1 am Hindenburgplatz zeigen. Der Titel der Vorlesung, nämlich was der Schokokuss im Weltall macht, steht für die allgemeine Frage, was mit bestimmten Dingen im luftleeren Raum passiert. Räume ohne Luft heißen in der Physik Vakuum und der Physiker Otto von Guericke war vor rund 350 Jahren der erste, dem es gelang, ein solches Vakuum herzustellen.

Die Entdeckung des Vakuums ermöglichte in der Folgezeit viele wichtige Erfindungen. Kornelia Möller will in der Vorlesung erklären, warum zum Beispiel die Glühbirne , das Barometer oder die Bildröhre im Fernseher ohne Vakuum nicht denkbar wären. Und wie kommt es eigentlich, dass man mit einem Strohhalm Saft und Limonade trinken kann?

Rätsel über Rätsel, die aber nichts mit Zauberei zu tun haben. „Wichtig ist nur, die Gesetze der Natur, hier der Physik zu kennen“, erklärt Kornelia Möller, die sich in den vergangenen Jahren als Wissenschaftlerin zunehmend darauf konzentriert hat, wie man die Gesetze der Natur erklären kann, damit möglichst viele Menschen sie verstehen. Denn die Gesetze zu kennen, bedeutet auch, den Alltag zu verstehen.

Warum fällt ein Stein eigentlich zu Boden, wenn er losgelassen wird? Manchmal passieren aber auch ganz unerwartete Dinge. Zum Beispiel in einem Experiment, dass jeder noch vor der Kinderuni am Freitag zu Hause ausprobieren kann: Man füllt ein Glas mit Wasser und legt einfach eine Post- oder Ansichtskarte oben drauf. Dann dreht man das ganze um, und lässt die Postkarte los. Die Eltern müssen sich nicht sorgen, dass es eine Überschwemmung gibt: Kein Tröpfchen Wasser wird herausfließen.

Erwachsene Begleiter der jungen Studenten ab acht Jahren sind wie immer willkommen, werden aber gebeten, die Plätze im großen Hörsaal den Kindern zu überlassen, wenn es zu voll wird. Die Vorlesung wird wie immer in zwei benachbarte Hörsäle und ins Foyer übertragen.

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