Preußen-Spieler besuchten die 4 a der Hiltruper Ludgerusschule
Viele Fragen von den kleinen Fans

Ein Herz für den SC Preußen“ – unter das Motto hatte die Klasse 4 a der Hiltruper Ludgerusschule eine ganz besondere Unterrichtsstunde gestellt. Als Gäste waren die Preußen-Spieler Patrick Kirsch und Thorsten Schulz gekommen.

Freitag, 15.05.2015, 10:05 Uhr

Preußen-Spieler besuchten die 4 a der Hiltruper Ludgerusschule : Viele Fragen von den kleinen Fans
Die Klasse 4a jubelt: Sie durften eine tolle Unterrichtsstunde mit den beiden Preußen-Spielern Thorsten Schulz (l. im weißen Trikot) und Patrick Kirsch verbringen. Foto: mfe

Die Schüler hatten vor einigen Wochen im Rahmen des Medienprojekts Klasse! eine exklusive Stadionführung beim SC Preußen gewonnen und sollten jetzt noch einige Spieler persönlich kennenlernen dürfen. Die Mädchen und Jungen der 4 a sind fast alle eingefleischte Preußenfans und kennen sich genau mit der Tabelle der dritten Bundesliga aus. Denn die ist jeden Montag Thema im Unterricht.

Zunächst wurden die beiden Gäste von Julia und Marie am Schulhof in Empfang genommen. Kirsch hatte seinen Hund Lola mitgebracht und machte so schon einmal zusätzlich Eindruck auf die Mädchen. Damit Lola, die übrigens ein Preußenlogo am Halsband trägt, nicht im Unterricht vom Fußballthema ablenkt, musste sie draußen warten.

Preußen Spieler bei der Klasse 4a

Autogramme von Patrick Kirsch waren gefragt.

Die Schüler hatten sich bestens auf ihre Gäste vorbereitet und löcherten sie mit Fragen. Wann sie mit dem Fußballspielen begonnen haben, wollte ein Junge wissen. Thorsten Schulz stand mit fünf Jahren schon auf dem Platz, und Patrick Kirsch ist im Garten seines Vaters mit dreieinhalb „dem Ball hinterhergelaufen“.

Wohl fühlen sich beiden Spieler bei den Preußen . Kirsch spielt schon seit fünf Jahren dort, Schulz erst seit dem Winter. „Das ist ein Verein, bei dem das Umfeld stimmt“, betonte Schulz. Beide würden auch gerne bleiben. Ob ihr Vertrag, der zum Ende der Saison ausläuft, verlängert wird, steht noch nicht fest. „Wenn der Präsident mich fragen würde, würde ich ihm raten, beide zu behalten“, sagte Kira, die als ganz besonderer Fan kein einziges Spiel „ihrer Mannschaft“ verpasst und jeden Spieler kennt. „Die sind beide zu gebrauchen“, ist sie sich sicher.

Kirsch kann sich auch vorstellen, nach seiner Profikarriere in Münster zu bleiben. „Ich finde es sehr schön hier.“ Von den Fans ist Schulz beeindruckt. „Die sind wirklich klasse, außerdem ist der SCP der Verein mit den fünftmeisten Fans in der dritten Liga.“

Die Kinder wollten aber auch wissen, warum sich der Verein sportlich in einer Krise befindet. Schließlich war vor einigen Monaten der Aufstieg in die zweite Bundesliga noch ein Thema. „Ja, wir hatten uns viel vorgenommen“, sagte Kirsch, „dass das jetzt nicht klappt, ist wirklich blöd. Keiner verliert gerne ein Spiel.“ Richtig gut sei die Stimmung im Team deshalb derzeit nicht.

Preußen Spieler bei der Klasse 4a

Ein Selfie mit Thorsten Schulz.

Ob das am Trainer liege, wollte ein Schüler wissen. „Wir sehen aktuell auf dem sechsten Tabellenplatz, das ist kein schlechtes Ergebnis, da kann auch der Trainier nicht schlecht sein“, nahm Kirsch Ralf Loose in Schutz. Sein schönstes und sein bitterstes Spiel sollte Kirsch den Kindern nennen. Das schönste sei der Aufstieg in die dritte Liga gewesen und das bitterste der knapp verpasste Aufstieg in die zweite Liga vor zwei Jahren. Auch zum Umfang und der Dauer des Trainings gab es Fragen. „Viel laufen ist wichtig“, sagte Schulz. Ein Spieler habe bei einer 90-minütigen Partie höchstens zwei Minuten Ballkontakt. „Die übrigen 88 Minuten bestehen aus Laufen.“ Nach der ausführlichen Fragestunde standen die Fußballer den Kindern noch lange für Fotos, Selfies und Autogramme zur Verfügung. Echt klasse.

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