Erst Vorfreude – dann Torjubel
Viertklässler aus Albersloh gewinnen Besuch eines Preußenspiels und feiern beim 3:0 mit

Auf ein 3:0 von Preußen Münster hatte niemand gesetzt bei unserem kleinen Tippspiel vor dem Anstoß. Umso größer war der Jubel an der Hammer Straße. Unter den 7776 Zuschauern der Drittliga-Fußballpartie des SCP gegen Energie Cottbus feierte die Klasse 4 a der Ludgerus-Schule Albersloh mit.

Mittwoch, 20.04.2016, 11:49 Uhr
Mit viel Fantasie bewarb sich die Klasse 4 a der Ludgerus-Schule Albersloh für den Besuch im Preußenstadion, der dann zu einem gelungenen Ausflug wurde.
Mit viel Fantasie bewarb sich die Klasse 4 a der Ludgerus-Schule Albersloh (großes Foto) für den Besuch im Preußenstadion, der dann zu einem gelungenen Ausflug wurde. Und einen 3:0-Erfolg der Drittligafußballer gegen Cottbus erlebten Schüler und Eltern auch noch. Foto: rivat/Thomas Austermann

Denn die hatte den im Rahmen des WN-Medienprojekts „Klasse!“ ausgelobten Besuch gewonnen. 18 Schülerinnen und Schüler, zahlreiche Mütter und Väter sowie Lehrerin Catrin Nosthoff-Horstmann trafen sich am Stadion und besuchten zuerst die ansonsten den Medienvertretern vorbehaltenen „Mixed-Zone“, in der nach dem Spiel die Interviews geführt werden. Mit Siegern oder Verlierern.

Dann nahmen alle Platz im Familienblock F und studierten den Aufstellungsbogen – eine Spielvorbereitung muss schließlich sein. Lea, die in Sendenhorst dem Schwimmsport nachgeht, gehörte zu den wenigen, die noch nie zuvor in einem Stadion waren. Wie alle anderen erlebte sie gleich zu Spielbeginn die weniger schöne Seite eines bestimmten Fan-Verhaltens. Denn in einem Stehplatzbereich der Preußenfans zogen dicke Rauchschwaden auf. Nur gut, dass sie nach der schlicht verbotenen Aktion nicht bis in den Außenbereich der Tribüne trieben.

Für die 4 a stimmte Ahmad immer wieder nach Vorbild der echten Fans den Wechselgesang an. Auf seinen Ruf „Preußen!“ erwartete er die Reaktion „Münster!“ von der Gegenseite. Und war milde enttäuscht, wenn er kein Gehör fand. „Ich bin öfter hier“, erzählte Falk. „Aber wir sind dann auf den Stehplätzen. Da ist es billiger.“ Falk trug wie immer, wenn er die Adlerträger sieht, das Trikot mit dem Namen von Mehmet Kara drauf. Münsters Dribbler machte sich später direkt vor seinen Augen warm.

Den ersten Torjubel gab es nach 23 Minuten, als Preußens Verteidiger Björn Kopplin vorne auftauchte und einen feinen Treffer machte. Bis zur Halbzeit blieb es dabei. „Das ist verdient. Es könnte auch 2:0 stehen“, urteilte Ole mit Fachkenntnis. Er wurde nicht enttäuscht. Die Preußen legten später nach und gewannen deutlich.

Catrin Nosthoff-Horstmann hat etliche Fußballfans und Preußen-Anhänger in der Klasse. „Wir haben uns spontan für den Besuch beworben und gleich einige Ideen entwickelt. Die Freude war riesig, als wir eingeladen wurden.“ Zwei Preußenspieler kommen noch zu Besuch, auch wird der Ausflug nachgearbeitet. Im Unterricht und mit einer Ausstellung.

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