Schüler-Pressekonferenz mit Peter Maffay
Ein Star zum Anfassen

Münster -

Erfahrungen machen, daran wachsen und so das Leben meistern – ein Motto, das den Rockmusiker Peter Maffay mit seinem kleinen Drachen Tabaluga verbindet. Wie Maffay, der seit über 40 Jahren erfolgreich wie kaum ein anderer auf der Bühne steht, zu ­Tabaluga kam, und warum er sich mit seiner Stiftung für benachteiligte und traumatisierte Kinder und Jugendliche engagiert, verriet der Künstler am Mittwoch in einer Schüler-Pressekonferenz.

Mittwoch, 03.05.2017, 17:54 Uhr aktualisiert: 03.05.2017, 17:59 Uhr
Rockmusiker Peter Maffay beantwortete viele Fragen zu seinem sozialen Engagement und der Arbeit seiner Stiftung für Kinder und Jugendliche.
Rockmusiker Peter Maffay beantwortete viele Fragen zu seinem sozialen Engagement und der Arbeit seiner Stiftung für Kinder und Jugendliche. Foto: Wilfried Gerharz

Diese fand im Rahmen unseres Medienprojekts Klasse! statt. Moderiert wurde das Gespräch vom stellvertretenden Chefredakteur der Westfälischen Nachrichten , Wolfgang Kleideiter.

Die B2 der Primusschule Münster , die 8b der Erich-Klausener-Realschule, die 8e der Marienschule Münster und eine Delegation der Schüler-Zeitungs-AG der Anne-Frank-Gesamtschule Havixbeck löcherten den Sänger mit Fragen und erlebten ihn zwei Stunden hautnah. Autogramme und Selfies gehörten natürlich auch dazu.

Redaktionsbesuch von Peter Maffay

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  • Peter Maffay, einer der erfolgreichsten deutschen Musiker und Sänger, war Gast der Schüler-Pressekonferenz im Rahmen des WN-Medienprojekts „Klasse!“.

    Foto: Wilfried Gerharz
  • Begegnung mit Peter Maffay: Jörg Münning, LBS West (links) und Wolfgang Kleideiter (WN).

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  • Ausführlich ging Peter Maffay auf die Fragen der Schüler zu seiner Stiftung ein. Neben ihm sitzen hier Schülerinnen der Schüler-Zeitungs AG der Anne-Frank-Gesamtschule Havixbeck und der Erich-Klausener-Realaschule Münster.

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  • Wolfgang Kleideiter, stellvertretender Chefredakteur, moderierte die Klasse!-Schüler-Pressekonferenz.

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  • Wer finanziert die Stiftung? Wer kontrolliert die Stiftung? – Die Schüler hatten viele Fragen vorbereitet.

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  • Peter Maffay, einer der erfolgreichsten deutschen Musiker und Sänger, war Gast der Schüler-Pressekonferenz im Rahmen des WN-Medienprojekts „Klasse!“.

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  • Die rund 100 Schülerinnen und Schüler aus dem Münsterland machten sich während der Pressekonferenz mit Peter Maffay viele Notizen.

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  • Peter Maffay auf dem Podium – neben ihm drei Schülerinnen der Marienschule Münster, die Fragen vorbereitet hatten.

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  • Immer wieder erhielt Peter Maffay Beifall von den Schülerinnen und Schülern und ihren Begleitern.

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  • Viele Fragen beantwortete Peter Maffay sehr persönlich.

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  • Entsteht hier gerade die nächste Frage? – Bei der Schüler-Pressekonferenz lagen an jedem Platz Block und Stift bereit.

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  • Sie wollten von Peter Maffay wissen, wie er auf die Idee für das Tabaluga-Märchen gekommen ist ...

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  • ... und der Musiker und Sänger schilderte ihnen detailliert die Entstehungsgeschichte des kleinen Drachen.

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  • Vorbereitung auf die nächste Fragerunde.

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  • Ganz genau hörte Peter Maffay bei den Schülerfragen zu.

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  • Peter Maffay (Mitte) in einer Pause während der Schüler-Pressekonferenz.

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  • Das Klasse!-Projektteam hatte für die Besucher der Schüler-Pressekonferenz waschechte Pressemappen vorbereitet.

    Foto: Wilfried Gerharz
  • Aufmerksamer Zuhörer und freundlicher Gesprächspartner: Peter Maffay.

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  • Aufmerksamer Zuhörer und freundlicher Gesprächspartner: Peter Maffay.

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  • Sehr genau hörten die Schüler zu, wenn Peter Maffay aus seinem Leben und von seinen Erfahrungen berichtete.

    Foto: Wilfried Gerharz
  • Peter Maffay blieb bei der Schüler-Pressekonferenz keine Antwort schuldig.

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  • Foto: Wilfried Gerharz
  • Während in einem kurzen Film die Stiftung vorgestellt wurde, hatte Peter Maffay Zeit, einen Blick in die Pressemappe zu werfen.

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  • Peter Maffay, einer der erfolgreichsten deutschen Musiker und Sänger, war Gast der Schüler-Pressekonferenz im Rahmen des WN-Medienprojekts „Klasse!“.

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  • Interessierte Zuhörer während der Schüler-Pressekonferenz.

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  • „Klasse!“-Redakteurin Doerthe Rayen

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  • Mikroübergabe an Peter Maffay. Die beiden Schülerinnen der Erich-Klausener-Realschule Münster saßen ebenfalls mit dem Star auf dem Podium.

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  • Erinnerungsgeschenk am Ende der Schüler-Pressekonferenz: Wolfgang Kleideiter überreichte Peter Maffay, der leidenschaftlich gern Fahrrad fährt, einige passende Utensilien.

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  • Zwischen den Gesprächsrunden erfüllte Peter Maffay viele Autogramm-Wünsche ...

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  • ... und stand auch für manchen Schnappschuss zur Verfügung.

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  • Bitte lächeln! Die Schüler nutzten natürlich die Gelegenheit für ein Foto mit Peter Maffay.

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  • Stolz auf die persönliche Autogrammkarte.

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  • Warten auf ein Selfie mit Peter Maffay.

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  • Erinnerungsbild mit Peter Maffay: die Klasse 8e der Marienschule Münster.

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  • Großer Andrang vor dem Medienhaus Aschendorff: Peter Maffay kommt gleich aus dem Gebäude.

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  • Erinnerungsbild mit Peter Maffay: die Klasse B2 der Primusschule Münster.

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  • Erinnerungsbild mit Peter Maffay: die Klasse 8b der Erich-Klausener-Realschule.

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  • Erinnerungsbild mit Peter Maffay: die Schüler-Zeitungs AG der Anne-Frank-Gesamtschule Havixbeck.

    Foto: Wilfried Gerharz

Lee David White von der Primusschule wollte wissen, wie es zu der Stiftungs­gründung kam. „Es gibt viele Kinder, die in Umstände ­hineingeboren werden, für die sie nichts können“, erklärte Maffay . Ihm sei es ein Anliegen, für diejenigen zu arbeiten, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Diesen jungen Menschen eine „Pause vom Schicksal“ zu ermöglichen, sei sein Ziel. „Wir dürfen die Schwächeren der Gesellschaft nicht ausklammern.“

Interview
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Maffay antwortet auf alle Fragen ausführlich und bekannte sich zum Landleben. Marienschülerin Clara Hansberger, die zur Vorbereitung auf die Klasse!-Konferenz viel Musik von Maffay gehört hatte, ist aufgefallen, dass in seinen Songs oft traurige und melancholische Themen vorherrschen. „So wie ich Sie heute erlebe, muss ich sagen, Sie wirken so fröhlich. Stecken Sie diese Emotionen in Ihre Musik?“, fragte die Schülerin.

Das sei ge­legentlich der Fall, antwortete Maffay nach leichtem Zögern. „Ich verarbeitete Dinge, die ich erlebt habe.“ Es seien oft Brüche im Leben, die einen kreativ werden ließen. Fröhlich und ausgelassen erzeuge man meist nicht ganz so viel.

Theresa Hülsmann (Anne-Frank-Gesamtschule) machte den Gast mit ihrer Frage kurz sprachlos: „Welchen Rat würden Sie einem Jugend­lichen heute geben?“ Maffays Antwort saß dann: Es sei wichtig, in Bewegung zu bleiben. „Jeder Stillstand ist eigentlich schon wieder ein Schritt zurück.“

Zu Tabaluga kam Maffay, weil er Märchen und Musik verbinden wollte. „Eigentlich sollte die Hauptfigur ein kleiner Frosch im Aquarium sein, doch dann einigte ich mich mit Freunden auf den kleinen Drachen mit dem schön klingenden Fantasienamen Tabaluga.“ In den hätten sich dann auch alle gleich verliebt.

Peter Maffay begeistert Schüler beim Klasse!-Projekt

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  • Klasse!-Projekt: Achtklässer von drei Münsteraner Schulen und eine Schülerzeitungs-AG aus Havixbeck waren zu Gast bei einer Schüler-Pressekonferenz mit dem Tabaluga-Erfinder und Sänger Peter Maffay im Medienhaus Aschendorff. Er nimmt „viele positive Eindrücke“ mit. Doch wie fanden es die Schüler?

    Foto: Wilfried Gerharz
  • Ziena, 14 (Marienschule)

    Mich hat am meisten der Beginn der Geschichte der Stiftung und die Verbindung zu Tabaluga interessiert. Ich finde auch seine Motivation interessant, dass er traumatisierten Kindern hilft und nicht zum Beispiel krebskranken Kindern.

    Foto: Lisa Uekötter
  • Marie, 14 (Marienschule)

    Ich finde es eigentlich sehr interessant. Viele Fragen, die ich mir vorher überlegt hatte, hat Peter schon nebenbei beantwortet. Überrascht hat mich, dass er seine Einrichtungen so oft besucht.

    Foto: Lisa Uekötter
  • Jonas, 14 (Erich-Klausener-Realschule)

    Ich finde das gut, weil wir etwas über die Peter-Maffay-Stiftung erfahren. Vorher habe ich schon auf der Internetseite geguckt. Neu war für mich, dass er auch eine Einrichtung in Rumänien hat. Mich würde noch interessieren, wie viel die Stiftung ihn im Jahr kostet.

    Foto: Lisa Uekötter
  • Laureen, 12 (Primusschule)

    Ich würde mir wünschen, dass er was vorsingt. Ein Lieblingslied habe ich nicht. Alle sind einfach gut, zum Beispiel „Über sieben Brücken“. Das ist, glaube ich, auch sein erfolgreichstes Lied.

    Foto: Lisa Uekötter
  • Theresa, 15 (Schülerzeitungs-AG, Anne-Frank-Gesamtschule Havixbeck)

    Mir hat es sehr gut gefallen neben einem Prominenten zu sitzen, von dem man sonst nur hört. Da ich mich gut vorbereitet habe, war ich tatsächlich nicht nervös. Ich habe mir vorher schon Interviews mit ihm angeguckt. Dort ist er genauso aufgetreten und hat ehrlich geantwortet. Als Chefredakteurin bei der Schülerzeitung habe ich vorher auch schon mit Sigmar Gabriel und Thomas Oppermann ein Interview gehabt.

    Foto: Lisa Uekötter
  • Emmi, 14 (Marienschule)

    Ich kannte Peter Maffay und Tabaluga vorher gar nicht. Den Drachen hatte ich nur schon mal gesehen. Deswegen fand ich die Veranstaltung sehr interessant. Besonders fand ich, dass Peter viel mit Kindern macht und auf einem Bauernhof lebt.

    Foto: Lisa Uekötter
  • Jamina, 13 (Primusschule)

    Ich fand alles irgendwie gut. Dass war das erste Mal heute, dass ich einen Star getroffen habe. Vorher kannte ich ihn nur, weil meine Mama seine Musik manchmal hört. Ich wusste vorher nicht, dass er Tabaluga erfunden hat, dabei habe ich die Serie selbst immer geguckt.

    Foto: Lisa Uekötter

Maffay nahm noch Stellung zum Tag der Pressefreiheit: „Medien sollten mit ihrer Verant­wortung sorgfältig umgehen“, mahnte der Künstler. „Worte müssen mit Bedacht gewählt werden. Gewalt resultiert oftmals aus dem Missbrauch des Wortes.“ Zum Schluss waren sich alle einig: Das war eine klasse Veranstaltung. Peter Maffay sprach sogar von einem „wunderbaren Vormittag“.

Die Peter-Maffay-Stiftung

Die Peter-Maffay-Stiftung ist im Jahr 2000 von Peter Maffay und Freunden gegründet worden. Stiftungssitz ist im bayerischen Tutzing am Starnberger See. Ziel der Stiftung ist es, benachteiligten und traumatisierten Kindern und Jugendlichen sogenannte „therapeutische Ferien“ zu ermöglichen. Zwischen 1000 und 1200 Kinder jährlich kommen in diesen Genuss.

Die Stiftung unterhält an vier Standorten besondere „Schutzräume“. Der erste ist auf der spanischen Insel Mallorca entstanden – auf der Peter Maffay gelegentlich lebt. Dann gibt es zwei Erlebnisbauernhöfe in Deutschland: einen in Jägersbrunn am Maisinger See, den anderen in Dietl­hofen.

Zuletzt ist in Maffays Heimat Rumänien ein „Tabalugahaus“ entstanden. Die ­Ferienkinder treiben Sport, verbringen viel Zeit in der Natur, sind kreativ und aktiv und treffen immer wieder auch auf Peter Maffay.

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