Schüler-Pressekonferenz mit Titus Dittmann am 13. Juni
Mehr als der Skateboard-Pionier

Stillstand, lange Pause? Das passt nicht zu Titus Dittmann. Bei ihm ist fast immer etwas in Bewegung – meist verbunden mit einer ordentlichen Portion Spaß, mit authentischer Begeisterung für die Menschen.

Dienstag, 15.05.2018, 13:05 Uhr

Titus Dittmann ist der nächste prominente Gast bei der Schüler-Pressekonferenz am 13. Juni. Neugierige Klasse!-Klassen können sich ab sofort bewerben.
Titus Dittmann ist der nächste prominente Gast bei der Schüler-Pressekonferenz am 13. Juni. Neugierige Klasse!-Klassen können sich ab sofort bewerben. Foto: Thomas Wolfzettel

Die Allermeisten bringen seinen Namen und seine Person mit dem Skateboard in Verbindung, einem Rollbrett, das auch im Münsterland an vielen Stellen übers Pflaster knattert.

Doch Titus Dittmann ist mehr als der Skateboard-Pionier, der einen ganz wesentlichen Anteil daran hatte, dass diese Jugendkultur in den 1970er Jahren nach Deutschland kam. Er ist Unternehmer, Netzwerker, engagierter Stiftungsgründer und im Herzen auch immer ein Pädagoge, der weiß, wie wichtig es gerade für junge Menschen ist, sich nicht nur Wissen anzueignen. Persönlichkeitsbildung hat für Titus Dittmann einen hohen Stellenwert. Er wünscht sich auch für junge Menschen mehr wirkliche Selbst-Bestimmung. „Je stärker wir die Kinder machen, desto mehr Zukunft haben wir.“

Nach der früheren NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann , Roland Jahn, dem Leiter der Stasi-Unterlagenbehörde , Martin Rentsch, dem Sprecher des Flüchtlingswerkes UNHCR und zuletzt dem Rockmusiker und Stifter Peter Maffay, ist Titus Dittmann der nächste prominente Gast bei der Schüler-Pressekonferenz innerhalb des Klasse!-Projekts. ­Titus Dittmann – einmal darauf angesprochen – war sofort bereit, am 13. Juni (Mittwoch) vormittags mehrere Stunden mit Schülerinnen und Schülern zu sprechen und deren Fragen zu beantworten.

Natürlich geht es in der Schüler-PK auch ums Skateboard und das Besondere an dieser Form der Bewegung. Titus Dittmann geht zwar flott auf die 70 zu, aber das Alter hindert ihn keineswegs daran, regelmäßig noch selbst auf das Brett zu ­steigen. Und wenn es nur die kurze Tour zum Bäcker in Münster-Handorf ist, wo am Sonntag die Brötchen warten.

Der Münsteraner, der sich heute noch darüber amüsiert, dass vor 40 Jahren in der „Tagesschau“ vor „gefährlichen Rollbrettern“ gewarnt wurde, schaffte es tatsächlich, dass seine Wahlheimat fast zwei Jahrzehnte lang das Zentrum der Skateboard-Welt wurde. In Münster ­fanden die ersten großen Wettbewerbe statt, die „Münster Monster Master­ships“, aus denen sich die richtige Skateboard-Weltmeisterschaft entwickelte.

Titus Dittmann kann wunderbar über die Anfänge berichten und wird sicher auch verraten, wie er als junger Sportlehrer damals mit den so ungewöhnlichen Rollbrettern überhaupt in Verbindung kam. 1980 machte er sein 2. Staatsexamen und schrieb dabei eine Arbeit über „Skateboarding im Schulsportunterricht“. Fast wäre er Lehrer geblieben – doch die Liebe zum Skateboard und zu dieser damals noch völlig neuen Jugendkultur war stärker.

Bekannt wurde Titus Dittmann bald auch als Unternehmer für Sport und Mode. Schließlich suchte die Skateboard-Szene nach dem passenden Equipment und Outfit. Dittmann besorgte es, erlebte aber auch, dass es im Leben nicht nur aufwärts, sondern auch abwärts geht. Aus eigener Erfahrung kann er zum Beispiel darüber berichten, wie man mit Krisen umgeht und was es eigentlich heißt, ein Unternehmen aufzubauen und zu führen.

Immer wieder ist Titus Dittmann aber heute auch für sein großes Hilfsprojekt „skate-aid“ im Einsatz, wirbt für Unterstützung und bereist dabei auch Länder, in denen junge Menschen mit Kriegen und Krisen leben müssen. Titus Dittmann möchte die Kinder stark machen, ihnen übers Skaten all jenes geben und vermitteln, das ihnen versagt bleibt. Ganz aktuell ist Dittmann mit seinen Projekten in Namibia und auch in Syrien aktiv.

Bewerbt euch fürs Titus-Treffen

Wann geht es zur Sache?

Die Schüler-Pressekonferenz mit Titus Dittmann findet am 13. Juni (Mittwoch) von 10 bis 12 Uhr in unserem Druck- und Medienzentrum in Münster (An der Hansalinie 1) statt.

Wer kann dabei sein?

Drei Klassen der weiterführenden Schulen können dabei sein und Titus Dittmann all das fragen, was sie rund ums Skateboardfahren und „skate aid“ wissen möchten.

Ihr wollt dabei sein?

Dann schickt schnellstens eine Bewerbungs-Mail ans Klasse!-Team: klasse@wn.de. Vielleicht habt ihr schon eine Frage im Kopf? ­Ansonsten benötigt das Klasse!-Team folgende Angaben: Klasse, Schule, Projektlehrer oder ­Projektlehrerin plus ­Kontakt! Noch Fragen? Dann meldet euch in der Projektredaktion (02 51 / 690 90 71 83).

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