African-Roots-Initiative
Sie bauen ihre Vorschule

Münster -

Die meisten waren selbst in Afrika. Die Mitglieder der Initiative African Roots wollen jetzt eine Vorschule in Burkina Faso bauen.

Donnerstag, 08.12.2016, 22:12 Uhr

African-Roots-Aktive (v.l.): Miriam Lütke Schute, Johanna Zimmermann, Laura Hullermann, Julia Ocken, Martin Leidinger, Stephanie Günzel, Timo Eylers, Carmen Gosen und Serge Nassara.
African-Roots-Aktive (v.l.): Miriam Lütke Schute, Johanna Zimmermann, Laura Hullermann, Julia Ocken, Martin Leidinger, Stephanie Günzel, Timo Eylers, Carmen Gosen und Serge Nassara. Foto: bn

In Afrika haben sie viel gelernt. Laura Hullermann zum Beispiel, die in einer Grundschule in Tansania gearbeitet hat: „Im ganzen Gebäude gab es keinen Strom.“ Für angehende Lehrer aus Münster eine echte Herausforderung.

Hullermann trifft beim regelmäßigen Meeting der ­African-Roots-Initiative jede Menge Afrika-Kenner. Die münsterische Gruppe wurde von Ex-Praktikanten gegründet. Die meisten haben während ihres Lehramtsstudiums in Tansania gearbeitet. Andere, wie Johanna Zimmermann , in Burkina Faso . Sie alle haben auch jenseits von Afrika weiter gute Kontakte zu ihren alten Schulen, ihren Gastfamilien und örtlichen Initiativen, die sich für mehr Bildung einsetzen. „Sozialer Aufstieg und Bildung“, sagt Martin Leidinger , der derzeit Referendar ist, „sind enorm miteinander verknüpft.“

Das Spendenprojekt in dem Ort Tiébélé in Burkina Faso ist bereits bis zum letzten Baustein durchgeplant. „Wir arbeiten vor Ort mit Projektkoordinatoren zusammen“, sagt Janina Galle, die an der WWU studiert, „die achten auf die korrekte Verwendung von Zuwendungen.“

Die Maternelle, die Vorschule , die in Tiébélé entstehen soll, ist bereits das zweite Schulbauprojekt der Gruppe. In Sany Juu in Tansania haben die Münsteraner den Bau einer Grundschule aus Spenden finanziert. Anfang 2017 soll das Gebäude in Betrieb gehen.

Verglichen mit der kleinen Grundschule, die das Raumangebot der vorhandenen Schulen in Sanya Juu verbessert, ist das Projekt in Burkina Faso deutlich ambitionierter. Rund 50 000 Euro wird die Vorschule kosten, die es Kindern ermöglicht, schon vor dem Eintritt in die Grundschule spielerisch Französisch zu lernen. Johanna Zimmermann, die ­African Roots mitgegründet hat: „Das ist die Basis, um die Schule zu schaffen.“

Für die Münsteraner ist es mit Spenden und Neubauten nicht getan. So hat man in Ouagadougou, der Hauptstadt von Burkina Faso, einen Lehrerworkshop organisiert. In diesem Jahr hat die Gruppe einen transafrikanischen Austausch in Benin finanziert. Den übrigens die münsterische Initiative „Weitblick“ organisiert hatte. Johanna Zimmermann: „Man muss nicht nur Lernorte schaffen, sondern die Qualität der Bildung im Austausch mit den Lehrern vor Ort verbessern.“ Bei der künftigen Maternelle spiele das eine besondere Rolle.

Die Praktika, sagt der angehende Lehrer Martin Leidinger, „haben bleibenden Einfluss hinterlassen.“

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