Hospizbewegung baut Hilfsangebot aus
Trauernde aus der Isolation führen

Münster -

Wenn Ärzte die Diagnose „Nicht mehr heilbar“ stellen, bricht für Betroffene die Welt zusammen. Halt, Stärke und Trost in den letzten Monaten und Wochen gibt seit fast 25 Jahren die Ambulante Hospizbewegung Münster. Das Engagement der Gruppe wird in diesem Jahr mit der WN-Spendenaktion unterstützt.

Sonntag, 01.11.2015, 19:03 Uhr
Sie haben die Kraft, Menschen nach schweren Schicksalsschlägen den Weg zurück in den Alltag zu ebnen: die ehrenamtlichen Trauerbegleiterinnen der Hospizbewegung.
Sie haben die Kraft, Menschen nach schweren Schicksalsschlägen den Weg zurück in den Alltag zu ebnen: die ehrenamtlichen Trauerbegleiterinnen der Hospizbewegung. Foto: Hospizbewegung

Viele Menschen wünschen sich, zu Hause in vertrauter Umgebung Abschied zu nehmen und dabei nicht allein zu sein. Nach dem Tod eines geliebten Menschen beginnt für viele Angehörige ein schier endlos scheinender Leidensweg, weil sie mit der Trauer allein nicht fertig werden, weiß Dieter Broekmann , hauptamtlicher Koordinator in der Sterbebegleitung und verantwortlich für den Einsatz der vielen Ehrenamtlichen bei der Hospizbewegung Münster .

Der Wunsch nach Trauerbegleitung, für die es keine öffentlichen Zuwendungen gebe, werde immer größer. Deshalb will der Verein, der in den vergangenen drei Jahren in diesem Bereich 18 Ehrenamtliche qualifiziert hat, sein Angebot weiter ausbauen.

Im Trauercafé oder in einer geschützten Trauergruppe finden Betroffene andere Gleichgesinnte und einen Ansprechpartner, der sie mit ihren Ängsten und Sorgen auffängt. In manchen Fällen werden Einzelbegleitungen nötig, die sich über einen Zeitraum von drei bis sechs Monaten erstrecken, erklärt Broekmann. Die Hospizbewegung arbeite zudem daran, das Thema Krankheit, Sterben, Tod und Trauer nicht zu tabuisieren, „sondern mit neuen Projekten in die Mitte der Gesellschaft zu holen“, so Broekmann.

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