Nimas stellt die neue Heimat Münster vor
Reise in die Stadtgeschichte

Münster -

Die „Interkulturelle Reise“ ist ein Projekt von Nimas, das 2015 entstand. „Die neue Heimat Münster soll den Kindern und Jugendlichen räumlich, historisch und kulturell nähergebracht werden“, erklärt Dr. Sabine Wolf (70) vom Nimas-Vorstand.

Dienstag, 26.11.2019, 09:00 Uhr
Münsters Geschichte und Stadtkultur stehen bei den „interkulturellen Reisen“, die der Verein Nimas anbietet, im Mittelpunkt. Auch der Mühlenhof gehört zu den Zielen.
Münsters Geschichte und Stadtkultur stehen bei den „interkulturellen Reisen“, die der Verein Nimas anbietet, im Mittelpunkt. Auch der Mühlenhof gehört zu den Zielen. Foto: Matthias Ahlke

Ausbildungsförderung hat sich der Verein Nimas auf die Fahnen geschrieben. Er hat dazu zum Beispiel das Projekt „Interkulturelle Reise durch Münster“ ins Leben gerufen, das sich an „Internationale Klassen“ mit Kindern und Jugendlichen mit Migrations- und Fluchthintergrund, aber auch an „gemischte“ Klassen richtet. Im vorigen Schuljahr habe sich das Projekt „Interkulturelle Reise durch Münster“ großer Beliebtheit erfreut, zieht Nimas Bilanz. Die Reise geht nun in die nächste Runde.

Projekt 2015 entstanden

Die „Interkulturelle Reise“ ist ein Projekt von Nimas, das 2015 entstand. „Die neue Heimat Münster soll den Kindern und Jugendlichen räumlich, historisch und kulturell nähergebracht werden“, erklärt Dr. Sabine Wolf (70) vom Nimas-Vorstand, die dieses Projekt betreut.

Die Unternehmungen dienten auch der Stützung der Klassengemeinschaft, berichtet sie. Besonders für muslimische Mädchen sei die „Interkulturelle Reise“ wichtig, weil sie sich allein zum Beispiel nicht in die Stadt trauten. Das ändere sich, wenn sie Münster kennengelernt hätten, fügt sie hinzu.

Die „Interkulturelle Reise“ führt Kinder und Jugendliche ins Theater und in die LWL-Museen. Beide unterstützten Nimas, indem das Theater 50 Prozent Nachlass biete bei den Eintrittspreisen und die Museen bei Workshops 50 Prozent, berichtet Wolf. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) übernehme zudem die Fahrtkosten zu seinen Museen. Weitere Angebote sind Kinderkonzerte, Workshops im Picasso- und Landesmuseum, der Besuch des Mühlenhofs, des Naturkundemuseums, des Zoos, der Biologischen Station Rieselfelder und Stadtführungen. Wolf: „Es geht um eine Mischung aus Bildung und Unterhaltung.“

Schulen als Ansprechpartner

Ansprechpartner für Nimas bei diesem Projekt sind die Schulen. Mit Genehmigung des Schulamts stellte der Verein Nimas ihnen das Projekt vor vier Jahren vor. Es kam sehr gut an. Es gab einen Schneeballeffekt: „Es gibt Schulen und Klassen, die jedes Jahr mitmachen“, berichtet Sabine Wolf. Hauptadressaten seien die Hauptschulen, die Berufskollegs und das Weiterbildungskolleg – die ehemalige Abendrealschule.

Pro Klasse ist maximal die Wahl von drei Ausflugszielen möglich, die – über das Schuljahr verteilt – wahrgenommen werden können. Nimas übernimmt die Organisation und die Kosten für Eintritte und Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Den Abschluss der „Reise“ bildet ein Wettbewerb. Jede Klasse reicht ein Poster oder eine Mappe ein, in der die Exkursionen dokumentiert werden. Daraus werden die Sieger ermittelt.

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