WN-Spendenaktion
Bildungsprojekt Nimas: Unterstützung auf dem Lebensweg

Münster -

Der Verein Nimas möchte Kindern den Weg in ein sorgenfreies Leben ebnen – durch Chancengleichheit von Beginn der Schulzeit an. Deshalb liegt der Fokus auf der Schul- und Weiterbildung von Kindern und Jugendlichen aus wirtschaftlich schwachen Familien sowie von Flüchtlingskindern.

Sonntag, 15.12.2019, 12:00 Uhr
Dr. Tannaz Westerberg (l.) und Dr. Sabine Wolf wünschen sich, mit ihrem Bildungsprojekt Nimas viele Kinder und Jugendlichen erreichen zu können, um ihnen den Weg in ein möglichst chancenreiches Leben zu ebnen. 
Dr. Tannaz Westerberg (l.) und Dr. Sabine Wolf wünschen sich, mit ihrem Bildungsprojekt Nimas viele Kinder und Jugendlichen erreichen zu können, um ihnen den Weg in ein möglichst chancenreiches Leben zu ebnen.  Foto: kaj

Der Verein, den die Sprakeler Zahnärztin Dr. Tannaz Westerberg im Dezember 2014 gegründet hat, möchte einen Beitrag zur interkulturellen Bildung und Integration leisten. Dazu gehören zum Beispiel eine adäquate Schulausstattung, die Teilnahme an Schulprojekten und Ausflügen und auch Nachhilfe.

Dr. Tannaz Westerberg ist Mutter von vier Kindern. Ihre eigene Biografie hat sie veranlasst, sich zu engagieren. Sie selbst, sagte sie einmal, habe das Glück gehabt, Menschen zu begegnen, die ihr geholfen hätten. Als sie 1997 mit ihrer Familie aus dem Iran nach Aachen kam, war sie neun Jahre alt und sprach kein Wort Deutsch. Sie kam zum Studium nach Münster, lernte ihren Mann kennen, heiratete und lebt seit 2007 in Sprakel. Sie machte ihren Weg.

Eine engagierte Mitstreiterin

Jetzt gibt sie etwas zurück und hat in Dr. Sabine Wolf , die ebenfalls Vorstandsmitglied von Nimas ist, eine engagierte Mitstreiterin gefunden. Wolfs Vita passt ebenso zum interkulturellen Anliegen von Nimas.

Denn interkulturell war Sabine Wolf (70) selbst ihr Leben lang unterwegs. Sie gehörte zu den Austauschschülern der ersten Generation, als sie im Alter von 16 Jahren ein Jahr in den USA verbrachte. Auch später blieb der Schüleraustausch ihr Ding. Als Lehrerin am Gymnasium in Haltern, an dem sie Englisch, Deutsch, Sozialwissenschaften sowie Politik und Wirtschaft unterrichtete, organisierte sie 20 Jahre lang den Schüleraustausch mit einer Schule in der Nähe von Chicago und zudem mit Schulen in Tschechien, Wales und Spanien. Das Hin- und Herfahren zwischen Ländern gehört zu ihrem Leben dazu. „Einmal Austauschschüler – und man bleibt dran“, sagt sie schmunzelnd.

Hohe Termin-Organisation

So kümmert sie sich intensiv um das Nimas-Projekt „Interkulturelle Reise“. Im vorigen Jahr waren 58 Schulen beteiligt, pro teilnehmender Klasse können drei Ausflugsziele ausgewählt werden: Dieses Nimas-Angebot impliziert eine enorm hohe Termin-Organisation. „Da habe ich manche Abende gesessen“, erzählt Wolf. Denn Terminkollisionen darf es nicht geben, auch nicht mit Klassenfahrten. Für das nächste Jahr sind insgesamt 180 Veranstaltungen zu planen.

Nimas hat sich im neuen Jahr aus finanziellen Gründen auf ältere Schüler fokussiert. Allerdings gebe es regelmäßig Anrufe von Grundschulen, dass dieses Projekt fehle. „Wir hoffen“, sagt Tannaz Westerberg, „dass wir mit mehr finanziellen Möglichkeiten die interkulturelle Reise wieder für einen größeren Kreis anbieten können.“ Es gebe Kinder und Jugendliche, die noch nie im Theater oder im Museum waren, so die Erfahrung der beiden Nimas-Vorsitzenden.

Vier Projekte - ein Konto

► Projekte:   Nimas   (Bildungsförderung für Kinder in Problemlagen), Tilbeck (Beratungsangebot, um technische Produkte zu finden, die Senioren eine selbstständige Lebensführung erleichtern),   Monastir   (Unterstützung für Kinder und Umwelt in Münsters tunesischer Partnerstadt),   Pelikanhaus   (Bau eines Hauses für Angehörige schwerkranker junger Patienten am Clemenshospital)

► Wer für ein bestimmtes Projekt spenden möchte, sollte das bei der Überweisung vermerken. Sonst wird die Spende gleichmäßig aufgeteilt. Eine Spendenquittung wird ab 200 Euro automatisch ausgestellt, wenn die Adresse angegeben ist.

► Namensnennung: Die WN berichten regelmäßig über die Spendenaktion. Wenn Sie mit der Nennung Ihres Namens in der Zeitung einverstanden sind, tragen Sie bitte bei der Überweisung unter Verwendungszweck „Veröffentlichung: Ja“ ein.

► Konto: Sparkasse Münsterland-Ost (BLZ: 400 501 50); IBAN: DE 43 4005 0150 0000 0088 88

► Rückfragen: Telefon 0251 / 690 917 211

► Datenschutz: Ihre personenbezogenen Daten verwenden wir, soweit keine darüber hinausgehende Einwilligung vorliegt, nur zur Abwicklung des der Erhebung zugrundeliegenden Zwecks. Nähere Informationen zu unserem Umgang mit personenbezogenen Daten erhalten Sie unter   www.wn.de/Service/Datenschutz  .

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