Die Initiative „No panic for organic“ möchte die Spendenbereitschaft der Deutschen erhöhen
Tausende warten auf ein Organ

Münster -

Wie viele Deutsche im Besitz eines Organspendeausweises sind, ist unbekannt. Fest steht: Es sind viel zu wenige. Die von Dieter Kemmerling 2005 gegründete Initiative „No panic for organic“ hat sich zum Ziel gesetzt, die Spendenbereitschaft der Deutschen zu steigern. Hunderte Informationsveranstaltungen hat sie seitdem organisiert, 400.000 Spenderausweise verteilt, zahlreiche prominente Unterstützer gewonnen.

Mittwoch, 19.12.2012, 11:12 Uhr

Die Initiative „No panic for organic“ möchte die Spendenbereitschaft der Deutschen erhöhen : Tausende warten auf ein Organ
Dieter Kemmerling ist Mitbegründer der Initiative „No panic for organic“. Seit ihrer Gründung 2005 hat sie bereits 400 000 Organspendeausweise verteilt. Foto: kal

Dennoch: Für die Organspende zu werben, ist keine einfache Aufgabe – erst recht nicht seit dem Skandal um manipulierte Organvergaben in mehreren deutschen Kliniken. „Die Ausweis-Bestellungen sind seitdem um zehn Prozent eingebrochen“, berichtet Kemmerling . Auch die Zahl der Organspenden sei in den letzten Monaten zurückgegangen – um rund sieben Prozent.

Die Leidtragenden sind 12.000 schwer kranke Menschen, die – zum Teil seit Jahren – verzweifelt auf eine lebensrettende Transplantation warten. Hinter „No panic for organic“ steht der Förderverein Pro Organspende. Die Initiative ist gleichwohl dringend auf zusätzliche Spenden angewiesen, um weitere Ausweise drucken und neue Informationsveranstaltungen organisieren zu können. „Es geht darum, über die ganze Dramatik dieses Themas aufzuklären“, sagt Kemmerling. Er weiß, wovon er spricht: 2001 rettete eine Transplantation sein Leben.

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