WN-Spendenaktion: Zur Geschichte der Uganda-Hilfe St. Mauritz
Alles begann in Taizé

Münster -

Die Uganda-Hilfe St. Mauritz fördert seit rund 25 Jahren ein Dorf im Norden Ugandas.

Montag, 30.11.2015, 17:37 Uhr
Für die Kinder von Obiya Palaro ist die Medizinstation inzwischen ein vertrauter Anblick. Sie soll demnächst ausgebaut werden.
Für die Kinder von Obiya Palaro ist die Medizinstation inzwischen ein vertrauter Anblick. Sie soll demnächst ausgebaut werden. Foto: Ulrich Schmitz-Hövener

Wie kommt ein Verein aus Münster auf die Idee, seit rund 25 Jahren im Norden Ugandas aktiv zu sein und immer wieder Hilfsprojekte zum Aufbau eines ganzen Dorfes zu leisten?

Nun, es begann im Jahr 1988, als die in Münster lebende und in Warendorf tätige Religionslehrerin Sabine Schmitz-Hövener den französischen Wallfahrtsort Taizé besuchte. Zeitgleich mit ihr war der ugandische Priester Sabino Odoki in Taizé. Sabine und Sabino – das führte mehrfach zu Verwechslungen, der Grundstein für eine inzwischen 27 Jahre währenden Freundschaft zwischen Münster und Odokis Heimat im Norden Ugandas war gelegt.

Sabino Odoki freundete sich mit der ganzen Familie Schmitz-Hövener an, Vater, Mutter, Tochter. Darüber hinaus gründete sich in der Pfarrgemeinde St. Mauritz, wo Schmitz-Höveners leben, ein Verein, die Uganda-Hilfe St. Mauritz.

Auf Vermittlung von Sabino Odoki wurde der Kontakt hergestellt zu den Menschen in dem Dorf Obiya Palaro vor den Toren der Großstadt Gulu.

Hier engagiert sich die Uganda-Hilfe St. Mauritz nun seit Jahrzehnten. Mit Hilfe der WN-Spendenaktion soll eine bestehende Medizinstation um einen Bettentrakt erweitert werden.

Auch wenn die Verbindung zwischen Münster und Obiya Palaro – aus heutiger Perspektive – erscheint wie eine immer währende Erfolgsgeschichte, so verschweigt der Vereinsvorsitzende Ulrich Schmitz-Hövener auch nicht die Probleme. „Bis vor einigen Jahren tobte im Norden Ugandas ein gefährlicher Bürgerkrieg.“

Marodierende Banden drangsalierten die Landbevölkerung, „die Menschen waren wie gelähmt“, so Schmitz-Hövener. Der Zusammenhalt in der Dorfgemeinschaft war aber so groß, dass die Kriminellen es nicht wagten, die mit Hilfe aus Deutschland erstellten Gebäude und Anlagen zu zerstören.

Dass der Frieden wahre Wunder bewirkt, konnten die Vertreter der Uganda-Hilfe nach dem Ende des Bürgerkrieges erleben. Das Leben in Obiya Palaro blühte regelrecht auf. Vorläufiger Höhepunkt dieser Entwicklung: Im Jahr 2014 erhob der Bischof von Gulu das Dorf Obiya Palaro zur eigenständigen Pfarrgemeinde – mit dem Namen St. Mauritz wie in der Partnergemeinde St. Mauritz in Münster.

Derzeit ist Ulrich Schmitz-Hövener wieder in Uganda, um die Details für das neue Bauvorhaben in Obiya Palaro zu klären.

So ganz „nebenbei“ erlebte Schmitz-Hövener auch den Besuch von Papst Franziskus in Uganda, der regelrecht gefeiert wurde.

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