Ankündigung von Probebohrungen ist nur ein Scherz
Flatterband und Drohbotschaft

Nordwalde -

„Auf der Suche nach Erdgas – Mit Energie die Zukunft sichern.“ Zumindest mit dem zweiten Teil dieses Slogans hat das Energieunternehmen Exxon Mobil schon für sich geworben. Aber wer sperrt in Nordwalde zwei Flächen mit Flatterband ab und stellt Schilder mit besagtem Slogan auf, die auch noch Probebohrungen nach Schiefergas ankündigen?

Dienstag, 02.12.2014, 18:12 Uhr

Exxon Mobil war es jedenfalls nicht, obwohl sein Name (allerdings nur mit einem statt zwei x) darunter steht. Dazu Pressesprecher Klaus Torp gestern auf Anfrage der WN: „Unser Unternehmen hat nichts mit den Schildern und etwaigen Absperrungen, geschweige denn mit den darauf genannten Inhalten beziehungsweise den Ankündigungen zu tun.“ Es handele sich offensichtlich um einen Fake oder einen schlechten Scherz . Dies erkenne man unter anderem bereits an der Schreibweise des Firmennamens. „Wir bedauern, dass Unbekannte auf diese geschmacklose Weise versuchen, vermeintlich unter unserem Namen die Bevölkerung in die Irre zu führen und zu verunsichern“, verurteilt Torp diese Aktion.

In dem Text auf der Tafel heißt es: „Bitte achten Sie darauf, dass während der Bohrungen das Betreten der Erkundungsfläche aus sicherheitstechnischen Grünen nicht gestattet ist. Des Weiteren weisen wir darauf hin, dass es kurzzeitig zu erhöhter Lärmbelästigung und Beeinträchtigung durch Baustellenfahrzeuge kommen kann. Wir hoffen auf Ihr Verständnis und bitten Sie, die Unannehmlichkeiten zu entschuldigen.“

Mathias Elshoff, Sprecher der Nordwalder Interessengemeinschaft gegen Gasbohren (IGGG) hat nach Anrufen von Anwohnern Bilder von den beiden vermeintlichen Bohrplätzen (am Uhlenhorst und an der Feldstraße) gemacht und den WN zur Verfügung gestellt. „Ich habe ältere Leute aus der Nachbarschaft gesprochen, die wirklich dachten, jetzt würde es losgehen“, sagte er im Gespräch mit unserer Zeitung. Wer die Schilder aufgestellt hat, wisse er nicht. Was der „Täter“ damit bezwecken will, kann er sich aber gut vorstellen: „Ist die Genehmigung erst mal da, kann es jederzeit passieren. Darauf will er vermutlich hinweisen.“ Sich von dieser Drohbotschaft zu distanzieren, dafür sieht er keinen Grund, denn: „Mit so etwas erzeugt man Aufmerksamkeit.“

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