Oberlandesgericht
Strafe für „Leben des Brian“ am Karfreitag

Hamm -

Am Karfreitag ist die Vorführung von Filmen verboten, die das Kultusministerium für "ungeeignet" erachtet. Darunter ist auch Monty Pythons legendäre Satire: "Das Leben des Brian". Dagegen hat ein Rentner geklagt und jetzt verloren.

Donnerstag, 02.06.2016, 18:06 Uhr

Oberlandesgericht : Strafe für „Leben des Brian“ am Karfreitag
Monty Python: Michael Palin, JohnCleese, Terry Jones, Terry Gilliam and Eric Idle (v.l.n.r.) in New York Foto: dpa

Es bleibt dabei: Ein Rentner der Initiative „Religionsfreiheit im Revier“ muss 100 Euro zahlen, weil er am Karfreitag 2014 den Film „Das Leben des Brian“ in einem Sozialzentrum gezeigt hat. Das hat das Oberlandesgericht ( OLG ) jetzt entschieden. Das nordrhein-westfälische Feiertagsgesetz erlaubt nur die Vorführung von Filmen, die in den Augen des Kultusministers oder der von ihm bestimmten Stelle für den Karfreitag geeignet sind, heißt es in einer Pressemitteilung des OLG vom Donnerstag. „Das Leben des Brian“ gehört nicht dazu.

Den Film hatten sich damals 55 bis 60 Personen angesehen. Der Rentner aus Bochum wusste zu dem Zeitpunkt, dass er damit gegen das Feiertagsgesetz verstößt. Er hatte den Film am Karfreitag des Jahres zuvor ebenfalls öffentlich gezeigt.

Daraufhin war er vom Amtsgericht Bochum mit einem Bußgeld über 100 Euro bestraft worden. Dagegen war er juristisch vorgegangen – und jetzt gescheitert. Er hatte eine Rechtsbeschwerde gegen das Urteil beantragt. Die wies das OLG aber unter andrem ab, weil dem Betroffenen kein rechtliches Gehör versagt worden sei. (Az.: 2 RBs 59/16, rechtskräftige Entscheidung vom 27. Mai 2016).

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