Dreister SUV-Fahrer
Ab durch die Rettungsgasse: Audi Q7 kracht auf Abschleppwagen

Düsseldorf -

Ein dreister SUV-Fahrer hatte es auf der A 59 besonders eilig. Mit seinem Audi Q7 fuhr er durch die Rettungsgasse. Sein Plan, schneller durch den Stau zu kommen, ging nicht auf.

Freitag, 07.07.2017, 12:07 Uhr

Ein Warndreieck mit der Aufschrift «Unfall» steht auf einer Straße.
Ein Warndreieck mit der Aufschrift «Unfall» steht auf einer Straße. Foto: Patrick Seeger, dpa

Ausgerechnet in der Rettungsgasse eines Staus auf der A 59 ist ein Geländewagen auf ein Abschleppfahrzeug gekracht. Der Fahrer des Audi Q7 hatte nach Polizeiangaben vom Freitag am Vortag die Rettungsgasse verbotenerweise genutzt, um schneller durch den Stau zu kommen. Er folgte dabei einem Abschleppdienst, der unterwegs zu einem Unfall war, bei dem es auch einen Verletzten gab.

Als der Abschleppwagen plötzlich stoppen musste, weil die Gasse zu eng für ihn wurde, fuhr der Audi auf ihn auf. Dessen Fahrer musste seinen Führerschein abgeben, jetzt wird wegen Straßenverkehrsgefährdung gegen ihn ermittelt.

Behindern von Einsatzkräften: bis zu einem Jahr Haft

Ironie des Schicksals: Um den nicht mehr fahrbereiten Audi schnellstmöglich aus der Rettungsgasse zu räumen, kam der betroffene Abschleppwagen selbst zum Einsatz.

Seit Ende Mai gilt es als Straftat, bei Unglücksfällen vorsätzlich Einsatzkräfte zu behindern, die Hilfe leisten oder leisten wollen. Darauf stehen nun Geldstrafe oder bis zu ein Jahr Haft. Speziell für Rettungsgassen wird gerade über weitere Sanktionen beraten - wenn Autos zum Beispiel fahrlässig im Weg stehen bleiben.

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