Kugelig und süß
Erster Arztbesuch bei Berliner Eisbärenmädchen

Erstmals haben sich zwei Tierärzte und eine Pflegerin in den Stall von Eisbärenmutter Tonja und ihrem Nachwuchs gewagt. Erlebt Berlin nach dem Pech der Vorjahre einen glücklichen Eisbären-Frühling?

Freitag, 15.02.2019, 15:28 Uhr aktualisiert: 15.02.2019, 15:49 Uhr
Kugelig und süß: Erster Arztbesuch bei Berliner Eisbärenmädchen

Nach Knut und Fritz ist es nun ein Weibchen: Ein Eisbärenmädchen könnte der neue flauschige Liebling von Zoobesuchern in Berlin werden. Das Geschlecht des Jungtiers haben Tierärzte bei der ersten Untersuchung festgestellt, wie Zoo- und Tierparkdirektor Andreas Knieriem der Deutschen Presse-Agentur nach einem Besuch im Stall sagte. „Es ist ein kräftiges Mädchen.“

Rund 8,5 Kilo bringe das Anfang Dezember geborene Jungtier bei einer Größe von gut 60 Zentimetern auf die Waage, so Knieriem. „Wir haben gesehen, dass alles in Ordnung ist.“

Bereits Anfang oder Mitte März könnten Eisbärenmutter Tonja (9) und die noch namenlose Kleine auf der Außenanlage in dem Park im Stadtteil Friedrichsfelde zu sehen sein, sagte Knieriem - wenn weiter alles gut gehe. Die kugelige Figur des Eisbärchens sei Grund zur Freude. Temporäres Kraftsammeln sei auch in der Natur wichtig, damit der Nachwuchs der Mutter beim Verlassen der Wurfhöhle im Frühling sicher und schnell folgen kann, erklärte Knieriem.

Berliner Eisbärenjunges ist ein putzmunteres Weibchen

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  • Nach Knut und Fritz ist es nun ein Weibchen: Ein Eisbärenweibchen könnte der neue flauschige Liebling von Zoobesuchern in Berlin werden.

    Foto: Steffen Freiling/Berliner Tierpark/dpa
  • Das Geschlecht des Jungtiers haben Tierärzte bei der ersten Untersuchung festgestellt.

    Foto: Steffen Freiling/Berliner Tierpark/dpa
  • Rund 8,5 Kilo bringe das Anfang Dezember geborene Jungtier bei einer Größe von gut 60 Zentimetern auf die Waage.

    Foto: Steffen Freiling/Berliner Tierpark/dpa
  • Andreas Knieriem, Tierarzt und Leiter des Berliner Tierparks, kniet mit einer Action-Kamera in der Hand im Gehege eines jungen weiblichen Eisbären.

    Foto: Steffen Freiling/Berliner Tierpark/dpa
  • Eine Eisbärenfigur samt Eisbärenbaby steht im Tierpark. So ähnlich kann man sich Eisbären-Mutter Tonja mit ihrem Nachwuchs vorstellen. Die erste Untersuchung ergab, das es sich um ein 8,5 Kilogramm schweres Weibchen handelt.

    Foto: Annette Riedl/dpa
  • Tierarzt Günter Strauss zeigt an einem lebensgrossen Eisbären-Pappaufsteller, die aktuelle Größe von 61 Zentimetern des Eisbären-Nachwuchs.

    Foto: Annette Riedl/dpa
  • Bereits Anfang oder Mitte März könnten Eisbärenmutter Tonja (9) und die noch namenlose Kleine auf der Außenanlage in dem Park im Stadtteil Friedrichsfelde zu sehen sein.

    Foto: Steffen Freiling/Berliner Tierpark/dpa
  • Zum Ablauf der Namenssuche für die Kleine hält sich der Tierpark noch bedeckt. Ein Grund für die Zurückhaltung dürfte sein, dass es laut Knieriem nach wie vor ein Restrisiko gibt.

    Foto: Annette Riedl/dpa
  • Bären-Kurator Florian Sicks steht neben einem lebensgroßen Eisbären-Pappaufsteller.

    Foto: Annette Riedl/dpa
  • Bären-Kurator Florian Sicks deutet die Größe des Eisbären-Nachwuchs von aktuell 61 Zentimetern an.

    Foto: Annette Riedl/dpa

Zum Ablauf der Namenssuche für die Kleine hält sich der Tierpark noch bedeckt. Ein Grund für die Zurückhaltung dürfte sein, dass es laut Knieriem nach wie vor ein Restrisiko gibt. In den vergangenen Jahren hatten Tonjas Jungtiere nicht überlebt. 2017 war Eisbär Fritz im Alter von vier Monaten überraschend infolge einer Lebererkrankung gestorben, deren Ursache laut Tierpark bis heute völlig unklar ist.

Die Sterblichkeit bei Eisbärenbabys ist auch in der Natur sehr hoch, da sie sehr unreif zur Welt kommen. Sie sind anfangs nur so groß wie Meerschweinchen, außerdem blind und taub. Der Tierarzt sagte, trotz aller Routine in seinem Job sei der Besuch bei der Kleinen für ihn „ein Highlight“ gewesen. „Wenn man jetzt mal das Herz sprechen lässt, dann muss man sagen, dass diese Eisbärenbabys einfach süß sind.“

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