Mit Katzen fängt man Mäuse
Bonner Politik diskutiert Anschaffung von „Amtskater“

Bonn -

Zur Bekämpfung einer Mäuseplage in einem städtischen Gebäude wird in Bonn über die Anschaffung eines „Amtskaters“ diskutiert. Eine kleine Ratsfraktion hat einen entsprechenden Antrag gestellt und argumentiert, dass der Einsatz von Katzen zur Mäusejagd „seit mehreren tausend Jahren praktiziert“ werde. 

Mittwoch, 20.03.2019, 16:19 Uhr aktualisiert: 20.03.2019, 17:06 Uhr
Mit Katzen fängt man Mäuse: Bonner Politik diskutiert Anschaffung von „Amtskater“
Die Idee mit dem Kater solle am Donnerstagabend im Hauptausschuss des Rats besprochen werden. Foto: picture alliance/Julian Stratenschulte/dpa

In London tue zudem Kater Larry in der Amtswohnung von Premierministerin Theresa May als oberster Mäusejäger des britischen Kabinetts erfolgreich seinen Dienst.

Die Fraktion „Die Sozialliberalen“ fordert daher , einen solchen Kater auch für das von Mäusen geplagte Bonner Stadthaus anzuschaffen. Mehrere Medien berichteten darüber.Die Verwaltung hat sich allerdings bereits gegen das Katzen-Engagement ausgesprochen . Die Tiere hinterließen bei der Jagd in der Regel Überreste der Mäuse, die man dann wiederum entsorgen müsse, hieß es in einer Stellungnahme. Ihr Einsatz sei nur in Wohnbereichen sinnvoll - nicht in Großraumbüros. Hinzu komme, dass dann Katzenklappen in Brandschutztüren montieren werden müssten.

Vorerfahrungen mit Katern

Die Idee mit dem Kater solle am Donnerstagabend im Hauptausschuss des Rats besprochen werden, sagte eine Sprecherin am Mittwoch. Aufgrund der Mehrheitsverhältnisse und der Stellungnahme der Verwaltung sei es nicht wahrscheinlich, dass der Vorschlag durchgehe.

Gleichwohl hat Bonn bereits Erfahrungen gemacht mit Katern in Stadtgebäuden. Nach Angaben der Verwaltung verrichtete einst Kater Paul in der Amtswohnung des städtischen Hausmeisters „erfolgreich seinen Dienst“. 2016 habe er aber leider seine letzte Jagd angetreten. Auf einen Nachfolger habe man dann verzichtet.

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