Statt Kaffeefahrt nach Münster
Es fährt kein Bus nach Irgendwo

Gütersloh/Münster/Nottuln -

Sie wollten nach Münster, sollten nach Nottuln und fuhren am Ende mit öffentlichen Verkehrsmitteln wieder heim: Die Teilnehmer einer betrügerischen Kaffeefahrt wurden von Polizisten vor einer Odyssee bewahrt.

Dienstag, 10.09.2019, 18:28 Uhr aktualisiert: 10.09.2019, 20:09 Uhr
Die Teilnehmer erwarteten eine schöne Kaffeefahrt nach Münster - aber der Veranstalter entpuppte sich als Betrüger (Symbolbild).
Die Teilnehmer erwarteten eine schöne Kaffeefahrt nach Münster - aber der Veranstalter entpuppte sich als Betrüger (Symbolbild). Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Angeboten war nach Angaben der Polizei ein „Tagesausflug nach Münster mit Stadtrundfahrt und Schifffahrt“. Abfahrt: Montagmorgen, ZOB Gütersloh. Ermittler witterten Betrug und überprüften die Veranstaltung. „Bei der Kontrolle bestätigte sich der Verdacht einer höchst unseriösen Verkaufsfahrt“, schreibt die Polizei. So konnte der selbstständige Busfahrer und -unternehmer weder einen Vertrag vorlegen noch einen Kontakt zum Auftraggeber herstellen. Zielort der Kaffeefahrt sei in Wirklichkeit Nottuln gewesen, wo eine nicht ordnungsgemäß angemeldete Verkaufsveranstaltung geplant war.

Daraufhin nahm die Polizei die Ermittlungen auf – zunächst gegen den Busunternehmer wegen des Verdachts der Steuerverkürzung. Zudem hatte der Busfahrer keinen Personenbeförderungsschein und hätte keine Fahrgäste transportieren dürfen. Deshalb fuhren diese mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Hause.

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