Albert-Schweitzer-Schule
Wut über Randalierer

Ahlen -

Randalierer tobten sich vergangene Woche im Offenen Ganztag der Albert-Schweitzer-Schule aus. Vieles ging zu Bruch. Jetzt kann das Team Unterstützung gebrauchen.

Dienstag, 07.01.2020, 17:28 Uhr aktualisiert: 07.01.2020, 19:43 Uhr
Bettina Paus lässt sich trotz der Empörung über die Einbrüche nicht die Freude an der Arbeit nehmen. Zusammen mit dem Team bringt sie die OGS zum Start nach den Ferien wieder auf Vordermann.
Bettina Paus lässt sich trotz der Empörung über die Einbrüche nicht die Freude an der Arbeit nehmen. Zusammen mit dem Team bringt sie die OGS zum Start nach den Ferien wieder auf Vordermann. Foto: Sabine Tegeler

Am Tag vor dem Schulstart wird im OGS-Bereich der Albert-Schweitzer-Schule geputzt. Gründlich geputzt. Noch gründlicher als sonst. Das Team wischt sich nämlich mit großer Energie auch die Wut aus dem Bauch. Wut über Menschen, die ein unverschämtes asoziales Verhalten an den Tag legten.

In der Nacht zum 2. Januar war erstmalig in die Räume des Offenen Ganztags eingebrochen worden, am Abend darauf dann durch das gesicherte Fenster noch einmal. Die Täter richteten dann ein absolutes Chaos an. „Stuhl steckt im Schulfenster: Randalierer wüten am Ostwall“ hatte die „Ahlener Zeitung“ getitelt und den Polizeibericht zitiert, in dem unter anderem von einer an die Wand geworfenen „alten“ Mikrowelle die Rede war.

Hier war alles pottdreckig. Und alles voller Scherben.

Bettina Paus

„Ja, die war schon alt. Aber nichtsdestotrotz für uns wichtig“, sagt OGS-Mitarbeiterin Bettina Paus am Montagnachmittag, als sie zusammen mit OGS-Leiterin Janine Kuschel und den anderen Teammitgliedern versucht, den Raum wieder so herzurichten, dass sich die Kinder genauso wohlfühlen wie vor den Ferien. Die abgeschlagenen Kanten an manchen Tischen sind dabei noch das kleinste Übel. „Hier war alles pottdreckig. Und alles voller Scherben“, seufzt Bettina Paus: „Und wir haben gar nicht mehr genug Teller.“ Die Randalierer hätten vieles einfach zerschlagen: Geschirr, Tische, Stühle.

Kaputt geschlagene Geräte.

Kaputt geschlagene Geräte. Foto: Privat

Gut, das sei ja alles durch die Versicherung abgedeckt. Und die Stadtverwaltung habe sich freundlich und hilfsbereit gezeigt. Aber die Küchenutensilien, die die OGS gespendet bekommen oder sich einst durch Waffelverkäufe selbst erwirtschaftet hatte, die sind weg und werden nicht durch die Versicherung ersetzt. „Eine Küchenmaschine zum Beispiel“, sagt Bettina Paus, „und unser Laminiergerät.“ Auch der Aktenvernichter sei nun selbst vernichtet worden.

Die Standfestigkeit des Speisenwagens ist jetzt improvisiert.

Die Standfestigkeit des Speisenwagens ist jetzt improvisiert. Foto: Sabine Tegeler

Was das Team darüber hinaus die Köpfe schütteln lässt: „Die haben hier nicht nur kaputt gemacht, die haben auch noch Nudeln gekocht und unser Eis aufgegessen.“ Außerdem seien die Kisten mit den Pfandflaschen gestohlen worden.

Bettina Paus und ihre Kolleginnen und Kollegen aus dem OGS-Team hoffen nun auf ein bisschen Unterstützung aus der Ahlener Bevölkerung. Wer eine Küchenmaschine oder ein Laminiergerät übrig hat oder etwas spenden möchte, kann sich an die OGS der Albert-Schweitzer-Schule unter Telefon 0 23 82 / 8 55 17 61 wenden.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7177387?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F197%2F2580761%2F
Soll der Marienplatz neu gestaltet werden?
Pro & Contra: Soll der Marienplatz neu gestaltet werden?
Nachrichten-Ticker