Polizist verfolgt Autofahrer zu Fuß
Ein Fuchs, wer die Stau-Lage genau kennt...

Dortmund -

Ein wenig Ortskenntnis kann manchmal so nützlich sein. Das hat auch ein Beamter der Dortmunder Polizei am Montagmorgen gemerkt. Denn als ein Auto trotz seiner Anhaltezeichen weiter fuhr, konnte er sich auf den täglichen Stau verlassen. Und die Verfolgung ganz einfach zu Fuß aufnehmen...

Dienstag, 06.10.2020, 13:35 Uhr aktualisiert: 06.10.2020, 13:38 Uhr
Polizist verfolgt Autofahrer zu Fuß: Ein Fuchs, wer die Stau-Lage genau kennt...
Zu Fuß hat ein Polizist am Montag in Dortmund einen flüchtenden Autofahrer gestoppt. Foto: dpa

54 statt der erlaubten 30 km/h - bei der Schulwegüberwachung in der Nähe des Dortmunder Phönixsees hat ein Polizist am Montagmorgen einen Verkehrssünder erwischt. Doch anstatt anzuhalten, wollte der Autofahrer flüchten. Dabei bewies er jedoch wenig Ortskenntnis.

Gegen 9.55 Uhr entdeckte der Polizist den Raser und signalisierte ihm, stehen zu bleiben. Der Fahrer, so berichtet die Polizei, verlangsamte seinen Wagen auch, jedoch nur um anschließend stark zu beschleunigen und an der nächsten Kreuzung abzubiegen. Und das war sein Fehler. Denn „dass es keines Fahrzeugs bedürfte, um die Verfolgung aufzunehmen, das wusste der Beamte nun genau“, so formuliert die Polizei. „Im Gegensatz zum Autofahrer. Denn für den kam der Rückstau etwa 70 Meter hinter der Kontrollstelle offenbar überraschend.“ Als der Fahrer noch versucht habe zu wenden, sei der Polizist längst eingetroffen gewesen und habe den Wagen gestoppt.

Ohne Führerschein, mit Kind, unter Drogen

Im anschließenden Gespräch seien die Gründe für die Flucht „schnell ersichtlich“ geworden. Denn trotz fehlender Fahrerlaubnis habe der 25-jährige Dortmunder sowohl ein Kind als auch einen weiteren jungen Mann im Auto mitgenommen. Hinzu kam, dass der Mann „offenbar unter Drogeneinfluss stand“, wie es in der Polizeimitteilung heißt. Ein freiwilliger Test habe ein positives Ergebnis unter anderem für THC und Kokain gezeigt.

Auf der nächstgelegenen Polizeiwache wurde dem Mann eine Blutprobe entnommen. Ihn erwartet nun ein Strafverfahren unter anderem wegen des Fahrens unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln.

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