Kinder
Kakao und Popcorn: Cato zeigt duftende Kunst

Cato Dibelius mag Kunst. Deshalb hat der Zehnjährige seine erste Ausstellung gemacht. Das heißt: Er hat Kunstwerke von Künstlern ausgesucht und zusammengestellt.

Donnerstag, 24.01.2013, 14:01 Uhr

Kinder : Kakao und Popcorn: Cato zeigt duftende Kunst
Cato mag Popcorn aus dem Betonmischer. Foto: dpa Foto: dpa

Cato erzählt, warum das gar nicht so einfach war. Er hat auch verraten, welche Art von Kunst ihm besonders gut gefällt. Die Schau ist bis Mitte Februar im Grimmuseum in Berlin zu sehen.

Wie bist du auf die Idee gekommen, so eine Ausstellung zu machen?

Cato: «Eigentlich war das gar nicht meine Idee, sondern die von meinem Vater. Er ist selber Künstler. Und er hat mich schon oft auf Ausstellungen mitgenommen. Irgendwann hat er ein Kunstwerk gemacht, das sollte mit einem
Kaktus sein.

Das habe ich gesehen – und wusste, dass das schon mal ein anderer Künstler so ähnlich gemacht hat. Deshalb habe ich ihm das erklärt. Er wusste das gar nicht.

Da ist ihm aufgefallen, dass ich mich sehr für Kunst interessiere. Und so kam dann die Idee, dass ich mal eine Ausstellung machen könnte.»

Wie bist du an die Kunstwerke gekommen?

Cato: «Ich habe mir überlegt, welche Künstler ich gerne mag. Manche haben mir auch Mappen geschickt mit ihren Arbeiten. Da habe ich mir dann ausgesucht, was ich von ihnen gut finde. Ich habe aber nicht alle Kunstwerke bekommen, die ich gerne zeigen wollte. Manche waren viel zu groß für das Museum hier. Und manche waren gerade in anderen Museen ausgestellt.»

Hat dir jemand dabei geholfen?

Cato: «Das Museum hat die Künstler gefragt und den Transport der Kunstwerke organisiert. Mails schreiben oder so musste ich nicht. Mein Vater hat dann ein
Modell gebaut, und ich habe mir überlegt, wo welches
Kunstwerk hin soll.»

Welches Kunstwerk in der Ausstellung magst du am liebsten?

Cato: «Das kann ich eigentlich nicht sagen – ich mag sie alle. Was ich gut finde, sind Sachen wie die Arbeit von Michael Silstorfer. Das ist ein Betonmischer, der Popcorn macht. Wenn man ihn anschaltet, ist es sehr laut, und die ganze Zeit spuckt es Popcorn in den Raum.

Eigentlich soll der Mischer so lange Popcorn machen, bis der ganze Boden voll ist. Aber das ist ein bisschen unpraktisch für die Besucher. Außerdem wird es so heiß, dass der Betonmischer glüht!»

Was gefällt dir noch an Kunst?

Cato: «Wenn der Künstler Fantasie hat und sich was einfallen lässt. Zum Beispiel das Video «Who is afraid» von Emanuel Fanslau . Da machen sich drei Elektrogeräte, so Winkelschleifer, gegenseitig kaputt. Von oben sieht es aber aus, als würden sich drei Tiere bekämpfen.

Oder dieses große Bild von Seb Koberstädt. Das ist mit Kakao und Bier gemalt. Und das riecht man auch. Kunstwerke, die sich bewegen, finde ich gut. Oder Bilder wie das von Roman Lang. Das sieht fast ein bisschen nach Graffiti aus. Dass er viel mit Neon-Farben arbeitet, gefällt mir auch gut.»

Gibt es ein Museum, in dem du am liebsten mal eine
Ausstellungmachen würdest?

Cato: «Im Haus der Kunst in München. Da hat mein Vater auch schon mal ausgestellt, und die haben spannende Sachen.»

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