Kinder
Mit dem Einrad über Stock und Stein

Wandern in den Bergen macht vielen Leuten Spaß. Aber Lutz Eichholz ist das zu langweilig. Er fährt die Berge lieber mit einem Einrad herunter.

Sonntag, 03.02.2013, 12:02 Uhr

Kinder : Mit dem Einrad über Stock und Stein
Lutz Eichholz (r) und seine Begleitung fahren den Berg in Norditalien mit dem Einrad hinab. Foto: Markus Greber/Adidas Outdoor Foto: dpa

Vom Gipfel aus guckt
Lutz Eichholz fast nur auf Berge, Steine und dunkle Wolken. Es sieht ein bisschen bedrohlich aus. 3000 Meter ist er den Berg bis zum Gipfel hochgeklettert - zusammen mit einer Bekannten. Sie heißt Stephanie Dietze . Gleich soll es wieder hinunter gehen. Aber auf einem Einrad ! Das ist ein Fahrrad ohne Lenker, statt zwei Rädern hat es nur eins.

Lutz Eichholz ist
Einrad-Fahrer. Er reist gern an außergewöhnliche Orte. Mit seinem Einrad war er zum Beispiel schon in der Wüste. Dieses Mal ist er in die Berge gefahren: in die Dolomiten. Das ist eine Gebirgskette in Italien . «Ich fahre gerne Einrad, weil man damit so viel machen und ausprobieren kann», erzählt Lutz Eichholz. «Schnell fahren, springen, balancieren und eben auch einen Berg runter fahren.»

Einen ganzen Tag ist er mit seiner Bekannten den steilen Berg in Italien hochgelaufen. Ihre Einräder haben sie geschoben. Dann sind sie oben angekommen und haben in einer kleinen Hütte übernachtet. Es war kalt. So hoch oben ist es sogar im Sommer kühl.

Am nächsten Morgen soll es mit den Rädern auf den holprigen Weg nach unten gehen. Die Route ist schwierig. Sie führt über Stock und Stein, durch Kurven und an steilen Abhängen vorbei. Hat er keine Angst? «Ein bisschen schon», sagt Lutz Eichholz. «Auf dem Einrad muss man immer aufpassen. Es kann immer sein, dass ein Stein wegrutscht.»

Dann geht es los: Lutz Eichholz und Stephanie Dietze setzen sich auf ihre Einräder. Jeder trägt einen Helm und Knieschoner. So sind sie geschützt, falls sie stürzen. Zuerst fahren die beiden durch eine Landschaft aus Felsen. Sie müssen sich sehr konzentrieren. Denn bergab geht es schnell. Ein Arm ist immer ausgestreckt. So halten die Fahrer ihr Gleichgewicht.

Weiter unten wird es grün. Es gibt Wiesen und Bäume. Es wird wärmer. Die Freunde machen eine Pause. Sie füllen ihre
Wasserflaschen an einem Bach auf. Das Wasser in dem Gebirge ist so sauber, dass man es trinken kann. Dann fahren die beiden mit ihren Einrädern weiter.

Als Lutz Eichholz und Stephanie Dietze unten ankommen, jubeln sie: «Geschafft!» Auf dem Weg nach unten haben sie ein paar Mal das Gleichgewicht verloren und sind vom Einrad gestürzt. Zum Glück haben sie sich nicht schlimm verletzt. «Ein paar blaue Flecken und Kratzer», erzählt Lutz Eichholz. Dann plant er schon seine nächste Reise nach Kanada oder Südamerika. Natürlich mit seinem
Einrad.

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