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Das Geheimnis im Gehirn

Aua! Wenn man einen Nagel in die Wand schlägt, kann man sich schon mal auf den Finger hauen. Das tut sehr weh. Sogar wenn man nur dabei zusieht, wie jemand anderem so was passiert. «Autsch!», denkt man sich dann. Jakub Limanowski will wissen, warum das so ist. Er ist Gehirn-Forscher.

Freitag, 19.04.2013, 12:04 Uhr

Gehirn-Forscher Jakub Limanowski schiebt Menschen in eine große Röhre. So beobachtet er ihr Gehirn. Foto: dpa
Gehirn-Forscher Jakub Limanowski schiebt Menschen in eine große Röhre. So beobachtet er ihr Gehirn. Foto: dpa Foto: dpa

Um herauszufinden, wie das in unserem Kopf abläuft, trickst Jakub Limanowski das Gehirn von Menschen aus. Das macht er zum Beispiel mit einer Maschine, die streicheln kann. Die Maschine streichelt gleichzeitig eine echte Hand von jemand und eine Hand aus Plastik. Die beiden Hände müssen eng beieinander liegen.

«Irgendwann fühlt es sich so an, als wäre die künstliche Hand meine eigene Hand», erklärt Jakub Limanowski. Das Gehirn wird durch die gleichzeitige Berührung ausgetrickst. Man glaubt dann: Die eigene Hand liegt nun da, wo eigentlich die künstliche Hand liegt. «Auch wenn jeder weiß, dass die künstliche Hand nicht wirklich die eigene ist», sagt der Forscher.

Aber was geht daForscher vermuten: Wenn Menschen die Plastik-Hand spüren, könnte das an bestimmten Zellen im Kopf liegen. Sie heißen Spiegel-Neurone. Die sind wohl eigentlich dafür da, um mit anderen Menschen mitzufühlen. Doch es könnte auch an etwas ganz anderem liegen. So genau weiß das keiner.

Damit er das herausfindet, hat Jakub Limanowski sich zuerst einmal mit der Streichel-Maschine in ein großes Gerät gelegt. Das Gerät heißt. Damit können Wissenschaftler ungefähr sehen, was im Kopf geschieht. «In den eigenen Kopf zu gucken, ist spannend», sagt Jakub Limanowski. Dann hat der Hirn-Forscher viele Freiwillige gesucht, die bei dem Experiment mitmachen. Diese Leute hat er auch zusammen mit der Streichel-Maschine in das Gerät geschoben. Zwei Stunden lang dauert das Experiment.

Jakub Limanowski will noch viele weitere Menschen untersuchen. «Damit können wir dann vielleicht auch zeigen, warum manche Leute sehr leicht auf so eine Täuschung hereinfallen - und andere nicht», sagt er. Vielleicht kann man dann auch besser verstehen, wie überhaupt dasfür unseren eigenen Körper entsteht. Bisher ist das eines von vielen, die noch nicht gelöst sind.

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