„Robot“ hat 1940 die Höhle von Lascaux gefunden
Kleiner Hund, große Entdeckung

Montignac -

Normale Hunde finden mal einen Knochen, jagen auch mal ein Kaninchen aus dem Bau. „Robot“ hat eine Höhle mit Hunderten Tieren aufgespürt – einen echten Schatz.

Freitag, 20.04.2018, 13:04 Uhr

Die Höhlenbilder von Lascaux sind sehr berühmt. Steinzeitmenschen haben die Rinder, Kühe und Rentiere vor über 15 000 Jahren gemalt. Die echte Höhle wird von Besuchern nicht mehr betreten. Es gibt zwei Nachbauten als Besucherzentrum.
Die Höhlenbilder von Lascaux sind sehr berühmt. Steinzeitmenschen haben die Rinder, Kühe und Rentiere vor über 15 000 Jahren gemalt. Die echte Höhle wird von Besuchern nicht mehr betreten. Es gibt zwei Nachbauten als Besucherzentrum. Foto: CRTA/dpa/Ellerich

Mit drei Freunden streiften Marcel und sein Vierbeiner „Robot“ durch die Wälder nahe Montignac. Das ist ein Dorf in Südwest-Frankreich. Plötzlich war „Robot“ verschwunden. Die Jugendlichen riefen den Hund – und fanden ihn in einer Grube. „Robot“ hatte eine Höhle entdeckt.

Die musste sofort erkundet werden. Das taten die Jugendlichen damals – im September 1940. „Sie glaubten, einen alten Geheimgang entdeckt zu haben“, erklärt Gwenn Rigal. Er führt heute Besucher durch eine Nachbildung der Höhle. Vorsichtig tasteten die Jungs sich durch eine große Halle. Und da, am Ende prangte eine große, rote Kuh an der Wand. Eine Höhlenmalerei, die Steinzeitmenschen vor mehr als 15 000 Jahren an die Wände gemalt hatten.

Vorsichtig gingen die Jungs zurück und schauten noch einmal genau nach. Sie entdeckten, dass sie schon an vielen gemalten Kühen, Rindern und Rentieren vorbeigelaufen waren.

Sie schworen sich, ihr Geheimnis „auf ewig“ zu bewahren. „Das hat ganze drei Tage gedauert“, sagt Gwenn. Dann erzählte der erste davon. Hunderte Menschen kamen, um die Steinzeitbilder zu betrachten.

„Robot“ hatte die Höhle von Lascaux entdeckt. Sie ist heute sehr berühmt, weil sie so kunstvoll bemalt ist. Besichtigen kann man die Original-Höhle nicht mehr. Das würde den Bildern schaden. Deshalb gibt es in der Nähe zwei Höhlen-Nachbauten. Dort erklärt Gwenn Besuchern alles zu den Bildern.

Am Eingang zu der Original-Höhle, die streng bewacht wird, gibt es so etwas wie ein Denkmal für „Robot“. Doch von dem weißen Hund ist nur das Hinterteil zu sehen, der Oberkörper scheint im Rasen zu verschwinden – in der „Höhle“ eben.

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