Kultur Nachrichten
Orkanartiger Beifall für Volodin

Münster - Einen fulminanteren, grandioseren Auftakt hätte man sich nicht vorstellen können: Alexei Volodin sorgte gestern Vormittag bei seinem Publikum für orkanartigen Beifall, den sich der 1977 in St...

Sonntag, 21.06.2009, 18:06 Uhr

Münster - Einen fulminanteren, grandioseren Auftakt hätte man sich nicht vorstellen können: Alexei Volodin sorgte gestern Vormittag bei seinem Publikum für orkanartigen Beifall, den sich der 1977 in St. Petersburg geborene Pianist auch allemal verdient hatte. Zweimal Beethoven, dann quasi als Kontrastprogramm Rachmaninow und Strawinsky - damit zeigte Volodin, dass er am Klavier wirklich einer der großen jungen Interpreten ist.

Volodin erspielte sich 2003 in Zürich den Ersten Preis beim renommierten Concours Géza Anda . Als Preisträger kehrte er nun wieder nach Münster zurück, um das Klavierfest zu eröffnen, das dem Gedenken an Géza Anda gewidmet ist. Anda zählte bis zu seinem frühen Tod 1976 zu den Weltklasse-Pianisten, einige Male war er in Münster zu erleben, auch noch kurz vor seinem Tod. Bis zum kommenden Donnerstag gibt es weitere Begegnungen mit ehemaligen Preisträgern - und mit dem frischgebackenen, der vergangenen Dienstag in Zürich siegreich war: Jinsang Lee. Auch er ist in Münster kein Unbekannter mehr.

Zuerst aber Alexei Volodin, der in beiden Beethoven-Sonaten, der Nr. 13 in Es-Dur und der späten Nr. 30 in E-Dur, ein immenses Gespür für die gewaltige und komplexe Architektur dieser Musik bewies. Demgegenüber nahmen sich Sergej Rachmaninows „Six Moments musicaux“ natürlich weitaus anspruchsloser aus, was den musikalischen Gehalt betrifft. Da ist immer viel Tastenzirkus mit dabei, der aber ist von gewaltiger Wirkung. Doch in Strawinskys „Petruschka“ gab es für den Pianisten kein Halten, Volodin entfachte ein diabolisches Puppenspiel von umwerfender Kraft. Und dann gab es gleich drei Zugaben.

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