Kultur Nachrichten
Versierte Journalisten bilden die mediale Schaltstelle

Dienstag, 29.09.2009, 17:09 Uhr

Münster - Die Zeit des geisteswissenschaftlichen Elfenbeinturms ist vorbei, die Zeit verschwurbelter Sprache ebenfalls. Zentrale Schalt- und Vermittlungsstelle des Exzellenzclusters „Religion und Politik“ an der Universität Münster ist das neue „Zentrum für Wissenschaftskommunikation“ unter der Leitung von Viola van Melis, die viele Jahre die NRW-Redaktion der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) leitete.

Zusammen mit drei journalistisch versierten Kollegen und Kolleginnen vermittelt sie Wissenschaftler für tagesaktuelle Interviews oder Vorträge. berät Cluster-Mitglieder in journalistischen Fragen und verarbeitet Forschungsergebnisse für mediengerechte Pressemitteilungen, die bereits bundesweit ihren Niederschlag fanden. „Wichtig ist es für uns Journalisten vor allem, den aktuellen Gesellschaftsbezug von Forschungsergebnissen herauszustreichen“, sagt Viola van Melis im Gespräch mit unserer Zeitung.

„Die wissenschaftlichen Mitarbeiter und die Medien profitieren dabei voneinander. Die einen können lernen, ihre Forschungsergebnisse allgemeinverständlich zu formulieren, die anderen erhalten regelmäßig wissenschaftlich fundierte Stellungnahmen zu politischen Fragen von der Integrationspolitik über Bioethik bis zu Fundamentalismus.“

Prof. Hubert Wolf, Koordinator des Zentrums für Wissenschaftskommunikation im Exzellenzcluster „Religion und Politik, bringt es im Gespräch mit unserer Zeitung auf den Punkt: „Wenn wir es hinbekommen, dass Politiker oder Medienleute einmal in der Woche auf unsere Homepage schauen, um zu sehen, ob es neue grundlegende Erkenntnisse über Konflikte und Probleme auf der Welt gibt, dann sind wir mit unserer Form der Wissenschaftsvermittlung schon einen ganz großen Schritt weiter.“

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