Kultur Nachrichten
Helge Schneiders Musical-Parodie

Montag, 28.06.2010, 18:06 Uhr

Billerbeck - Als erste Freilichtbühne überhaupt bringt die Freilichtbühne Billerbeck in diesem Sommer mit „Mendy, das Wusical“ eine bissig-böse Parodie auf das Genre Musical auf die Bühne. Musik und Text dieser grotesk-skurrilen Geschichte, die die naive Pferde- und Kinderwelt der „Wendy-Hefte“ mit Themen wie Krankheit, Sprachlosigkeit und Tod verbindet, stammen von Anarcho-Komödiant Helge Schneider . Regie führt - wie schon häufiger in Billerbeck - der münstersche Regisseur und Aktionskünstler Thomas Nufer , den das Stück reizt, weil es, wie er sagt, „ein sehr böser, sarkastischer Spiegel unseres gesellschaftlichen Verhaltens ist, dargeboten in einer Form, die zum Lachen anregt.“ Für Nufer liegt die Kunst Helge Schneiders gerade in der Verbindung von Märchen und absurder Geschichte. „Es ist ein schwarzes Kasperle-Theater für Erwachsene.“

Seine Hauptdarstellerin, die Abiturientin Janine Quandt, empfindet die Probenzeit als sehr aufregend. „Jeden Tag wird alles umgeändert, was genau passiert, ist jedes Mal anders - aber gewollt improvisiert“, erzählt sie. Begleitet werden die Darsteller live von einer Jazz-Band, dem „Voltigier Quartett Silverstar“ aus Osnabrück. Laut Gesangscoach Corinna Bilke können sich die Spieler in der „abgefahrenen Musik Helge Schneiders richtig austoben, da sie stimmlich viele Möglichkeiten des Ausdrucks bietet“. Auf der Bühne versammeln sich zahlreiche skurrile Figuren, von sprechenden Pferden über „Ballonseidenanzugtragende Alphatierchen“ bis zu Wendys Mutter, Lady Mama, die von einem Mann verkörpert wird. Eine Geschichte von liebreizendem Absurdum bis bitterbösem Sarkasmus, empfehlenswert nicht nur für Helge-Schneider-Fans.

» Premiere ist am 2. Juli um 20.30 Uhr auf der Freilichtbühne, Weihgarten 17. Infos unter 0 25 43/10 20.

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