Bläserkonzerte von Mozart
Münchner Klassik

Dienstag, 27.07.2010, 13:07 Uhr

Münster - Es ist kein Geheimnis, dass Wolfang Amadeus Mozart die Flöte nicht besonders mochte. „Ein Instrument, das ich nicht leiden kann“, schrieb er an seinen Vater.

Dennoch komponierte er auf Anfrage des Amateurflötisten Ferdinand Dejean das Flötenkonzert G-Dur KV 313. Vor den weiteren Aufgaben versuchte er sich jedoch zu drücken, indem er dem Auftraggeber eine Bearbeitung seines Oboenkonzerts C-Dur KV 314 andrehte. Der Schwindel flog jedoch auf... Dennoch merkt man dem Flötenkonzert Mozarts Abneigung gegenüber dem Instrument nicht an. Im Gegenteil: Die feine, leichte Melodik setzt das Instrument perfekt in Szene.

Nun wurden zwei klassische Aufnahmen vom Symphonieorchester des Bayrischen Rundfunks unter der Leitung von Günter Wand und Sir Colin Davis wiederaufgelegt. Die slowenische Flötistin Irene Grafenauer spielt mit einer wunderbaren Leichtigkeit gegen Mozarts Vorbehalt an. Der französische Oboist François Leleux steht dem in nichts nach. Mal keck, mal anmutig und tragend, meistert die schnellen Läufe und Triller. Die Symphonie Nr. 32 in G-Dur, KV 318, rundet die Aufnahme ab. Hier beweist das Orchester des Bayerischen Rundfunks durch eine ausgefeilte Dynamik und Präzision einmal mehr, dass es nicht umsonst zu den besten Orchestern der Welt zählt.

» Mozart: Flötenkonzert KV 313, Oboenkonzert KV 314. Irene Grafenauer, François Leleux,

Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Günter Wand und Sir Colin Davis.

Frauke Steinhoff

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