Kultur Nachrichten
Accessoires eines Altrockers

Dienstag, 19.04.2011, 19:04 Uhr

Neuhardenberg - Angekündigt wurde nichts Geringeres als das „Gesamtkunstwerk Udo Lindenberg “: Der Musiker bekommt zurzeit im Schloss Neuhardenberg (Märkisch-Oderland) anlässlich seines 65. Geburtstages im Mai eine eigene, temporäre Ausstellung. „Es soll vor allem der ganz private Udo zu sehen sein“, sagt Jörg Kronsbein von der Stiftung Schloss Neuhardenberg . Was steht bei Lindenberg auf dem Nachttisch? Und wie genau sieht eigentlich die legendäre Lederjacke aus, die er einst nach seinem Auftritt in Ost-Berlin Erich Honecker schenkte? Zur Eröffnung der Ausstellung kam der Panik-Rocker mit Wurzeln im münsterländischen Gronau natürlich höchstpersönlich vorbei.

Zusammengetragen wurden gut 400 Exponate - darunter auch eine Buddha-Figur aus der Lindenberg-Suite im Hamburger Hotel Atlantic und andere Einrichtungsgegenstände, wie Kuratorin Caroline Gille erläutert. Gezeigt wird außerdem ein Schlagzeug, das der Musiker von Miles Davis geschenkt bekommen habe. Dazu kommen jede Menge Fotos, Texte, Tonträger und Dokumente, Skizzen und Manuskripte, mit denen der Werdegang des Musikstars und des Privatmannes Lindenberg nachgezeichnet werden soll.

Aber auch echte Fans dürfen zeigen, was sie haben: Familie Seidler aus Penig bei Chemnitz steuert Teile ihrer Privatsammlung bei, zum Beispiel eine selbstgebaute Bar im Hutdesign, wie die Stiftung Schloss Neuhardenberg berichtet. Nach ihren Angaben ist die Sammlung der Seidlers „die wohl umfassendste Privatsammlung zu Udo Lindenberg“. René Seidler, einer der Lindenberg-Fans, wollte vor Beginn der Ausstellung allerdings keine Einzelheiten verraten - ein bisschen Überraschung solle für den Musiker ja noch übrig bleiben, sagt der Sammler. Und Udo zeigte sich bei seinem Besuch in Neuhardenberg wirlich angetan.

Mit der neuen Ausstellung ist Lindenberg („Sonderzug nach Pankow“) erneut zu Gast in Neuhardenberg. Im Herbst 2010 gab der Altrocker in dem Ort ein Konzert in Erinnerung an den Fall der Mauer vor 21 Jahren. Im Publikum saß damals auch Bundespräsident Christian Wulff. Parallel dazu gab es eine Ausstellung mit Gemälden und Zeitdokumenten aus der Sammlung des Künstlers. „Udo Lindenberg gefällt es halt bei uns“, meint Kronsbein von der Stiftung dazu.

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