Yuja Wang spielt mit Abbado
Ritterschlag vom Altmeister

Montag, 02.05.2011, 10:05 Uhr

Sie ist jung, sie sieht gut aus, sie spielt fabelhaft Klavier - was braucht Yuja Wang eigentlich noch, um ein „Klassikstar“ zu werden? Den Ritterschlag durch einen Altmeister am Dirigentenpult. Hier kommt er: Claudio Abbado . Die junge Pianistin räumt charmant offenherzig ein, dass sie alles gespielt hätte, was er wollte...

Er wollte offenbar Rachmaninow, das zweite Konzert und die Paganini-Rhapsodie. Das passt zwar eher zu ihr als zu ihm, aber egal. Das Mahler Chamber Orchestra spielt beide Zugpferde des Repertoires klassisch klar und durchsichtig, ohne es am satten Klang fehlen zu lassen. Das ist kein Rachmaninow zum Schwelgen, eher zum Staunen: In der Rhapsodie, die mit ihren 26 Puzzleteilchen die CD etwas umständlich eröffnet, klingt viel knifflige Feinarbeit durch, und auch das weltmännische Konzert ist längst nicht der oberflächliche Schmachtfetzen, für den es gerne gehalten wird.

Yuja Wang hat Rachmaninows eigene Aufnahmen offenbar studiert, das Vorbild klingt durch. Sie spielt zügig und unprätentiös, wobei ihren sagenhaft geläufigen Klavierfingern nichts entgeht. Erst recht kein Wink vom Altmeister.

Die CD erscheint am 20. Mai.

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