Kultur Nachrichten
«Salon der Gegenwart» im Nietzsche-Archiv

Montag, 29.08.2011, 00:08 Uhr

Weimar - Im Nietzsche-Archiv in Weimar soll ein «Salon der Gegenwart» entstehen. 17 Philosophen aus dem In- und Ausland, darunter Peter Sloterdijk, Ágnes Heller, Julian Nida-Rümelin und Bazon Brock, unterstützten das Projekt und wollten Drittmittel einwerben, sagte der Leiter des Kollegs Friedrich Nietzsche , Rüdiger Schmidt-Grépály . Der Salon im ersten Stock des Hauses solle Wissenschaftlern, Künstlern und Bürgern Raum bieten zum Austausch kritischer Fragen, sagte Schmidt-Grépály. Das Wohnhaus des Philosophen Friedrich Nietzsche (1844-1900) repräsentiere wie kaum ein anderes Gebäude im Symbolort Weimar die Umbrüche deutscher Geschichte im 20. Jahrhundert. Die vom belgischen Jugendstilkünstler Henry van de Velde nach Nietzsches Tod gestalteten Arbeitsräume und die Bibliothek im Erdgeschoss sind heute Museum. Das Kolleg für Nietzsche-Forschung und Gegenwartsphilosophie wurde 1999 gegründet und gehört zur Klassik Stiftung Weimar. Friedrich Nietzsche hatte seine letzten drei Lebensjahre in geistiger Umnachtung in der Villa «Silberblick» verlebt, betreut von seiner Schwester Elisabeth Förster-Nietzsche. Sie machte das Haus Anfang des 20. Jahrhunderts zum Versammlungsort der künstlerischen und kulturellen Moderne. Später öffnete sie das Haus aber auch den Nationalsozialisten. Adolf Hitler und Benito Mussolini waren dort mehrmals zu Gast. Nietzsche-Kolleg

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