Jubelndes Münster
Franz Liszt gab hier 1841/42 drei Konzerte

Münster -

Etwa 80 Konzerte hatte Franz Liszt allein im Jahre 1841 gegeben, bevor er am 8. November in Münster eintraf. Prof. Dr. Martin Blindow aus Münster, viele Jahre einer der führenden Kirchenmusiker Westfalens, hat sich intensiv mit „Liszt in Münster“ beschäftigt und dazu im Januar dieses Jahres eine regionalgeschichtliche Seite „Auf Roter Erde“ in unserer Zeitung verfasst.

Freitag, 21.10.2011, 18:10 Uhr

Wie Blindow damals schrieb, bereitete man dem Meister in der Westfalen-Metropole einen begeisterten Empfang. Die „Liedertafel“ feierte ihn mit einem Abendständchen vor dem Hotel „König von England “ auf dem Prinzipalmarkt , in dem der junge Pianist mit Begleitung wohnte.
Am nächsten Tag spielte Liszt vor ausverkauftem Saal im Krameramtshaus. In seinem ersten Münster-Konzert setzte der junge Starpianist bewährte und beim Publikum höchst beliebte Kompositionen auf das Programm, und zwar Bearbeitungen aus Opern und Fantasien über Schubertlieder. Zum Schluss erklang der „Galopp chromatique“, ein virtuoser Reißer. Liszt wurde, so schrieb Blindow, bedrängt, noch ein Zugabekonzert zu spielen. Dies geschah am 11. November im Theater, das kurzfristig zur Verfügung gestellt wurde. Auch hier brillierte der Klavierkünstler mit Bearbeitungen bekannter Opernmelodien. Gut ein Jahr später, am 26. Dezember 1842, löste Liszt sein Versprechen ein, noch einmal wiederzukommen. Zu diesem Konzert brachte Liszt den italienischen Tenor Giovanni Battista Rubini mit. Nach allen drei Konzerten überschlugen sich die Kritiker mit Lobeshymnen.

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