Hölzern
Das dunkle Nest (ZDF)

Die dörfliche Enge findet im ZDF-Film „Das dunkle Nest“ ihr Bild in einer tristen Unterführung. Durch sie rennt das Mädchen fort, das wenig später im Wald tot aufgefunden wird; durch sie schreitet die Mutter, nachdem sie dem Jesuitenpriester gebeichtet hat, was sich 1999 zutrug, bevor das Pfarrhaus in Flammen aufging und sein Vorgänger starb. Der von Christine Hartmann bildstark inszenierte Krimi lebte vom Vorurteil gegen den Kirchenmann, der hier die gesamte, durch die jüngsten Skandale diskreditierte Institution verkörperte. Dass er sich dem Mädchen verbunden fühlte, weil er aus einem Kirchenbuch von inzestuösen Hintergründen erfahren hatte, brachte ihn in der dörflichen Gemeinschaft schnell an den Pranger. Zu klischeehaft ging Autor Andreas Dirr dabei vor. Schwarz-weiß gemalt waren etwa die Positionen der Ermittler (nicht überragend: Katharina Müller-Elmau und An­d­reas Schmidt), und wenig überraschend geriet die Auflösung, die sich abzeichnete. Christian Berkel und Petra Schmidt-Schaller überzeugten aber durch intensives Spiel. 

Mittwoch, 08.12.2010, 11:12 Uhr

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