Famos gespielt
Im Alleingang – Die Stunde der Krähen (Sat 1)

Sie ist zwar sein bestes Pferd im Stall, aber auch eine anspruchsvolle Geliebte. Als die Juristin nach einem Unfall gehandicapt bleibt, ist es für ihn als Chef die Gelegenheit, sie aus der Kanzlei zu vergraulen. Dies war die überzogene Ausgangslage beim Sat-1-Drama, in dem eine Anwältin im Rollstuhl im Kampf für ihren ersten eignen Mandanten von Gewinnen auf Gewissen umschaltete. Klingt pathetisch, war es dank guter Darsteller aber nicht. Besonders Stefanie Stappenbeck legte als Hauptfigur eine prima Leistung hin: Nach außen hart zu sich selbst und anderen, war sie ob ihrer neuen Versehrtheit gleichwohl verletzlich. Ob Panik in der Badewanne nach einem Stromausfall, Wut über den Hundedreck am Rollstuhlreifen oder Angst vor den Gefühlen für den netten Therapeuten (Ronald Zehrfeld): Stappenbeck wusste all dies fein und nuanciert zu transportieren. Hannes Jaenicke hatte es da als Kanzlei-Boss, der ohne Skrupel den „Rand der Gesetzgebung“ auslotete, einfacher. Gelungen war der Film aber auch deshalb, weil der Fall vom Kunstfehler schlüssig aufgedröselt wurde. Petra Noppeney

Dienstag, 21.02.2012, 18:02 Uhr

Sie ist zwar sein bestes Pferd im Stall, aber auch eine anspruchsvolle Geliebte. Als die Juristin nach einem Unfall gehandicapt bleibt, ist es für ihn als Chef die Gelegenheit, sie aus der Kanzlei zu vergraulen. Dies war die überzogene Ausgangslage beim Sat-1-Drama, in dem eine Anwältin im Rollstuhl im Kampf für ihren ersten eignen Mandanten von Gewinnen auf Gewissen umschaltete. Klingt pathetisch, war es dank guter Darsteller aber nicht. Besonders Stefanie Stappenbeck legte als Hauptfigur eine prima Leistung hin: Nach außen hart zu sich selbst und anderen, war sie ob ihrer neuen Versehrtheit gleichwohl verletzlich. Ob Panik in der Badewanne nach einem Stromausfall, Wut über den Hundedreck am Rollstuhlreifen oder Angst vor den Gefühlen für den netten Therapeuten ( Ronald Zehrfeld ): Stappenbeck wusste all dies fein und nuanciert zu transportieren. Hannes Jaenicke hatte es da als Kanzlei-Boss, der ohne Skrupel den „Rand der Gesetzgebung“ auslotete, einfacher. Gelungen war der Film aber auch deshalb, weil der Fall vom Kunstfehler schlüssig aufgedröselt wurde. Petra Noppeney

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