40 .000 Euro für Äthopien
Paddy Kellys Agape-Benefiz-Tour endet in der Kreuzkirche

Münster -

Er sei kein ausgewiesener Experte in diesem Thema. Deswegen wolle er im Kirchenschiff herumfragen. „Was ist Liebe?“, wendet sich Paddy Kelly an seine – überwiegend weiblichen – Zuhörer. „Treue“, sagt ein Mädchen in der vierten Reihe, „Geborgenheit“ ein zweites. Eine behinderte junge Frau aus Holland, die mit ih­rem Rollstuhl ganz vorn steht, beschreibt: „Liebe heilt und überwindet den Tod.“

Sonntag, 17.06.2012, 15:06 Uhr

40 .000 Euro für Äthopien : Paddy Kellys Agape-Benefiz-Tour endet in der Kreuzkirche
Bekannt wurde Paddy Kelly – hier am Freitag in der Kreuzkirche – als Mitglied der Kelly Family. Foto: Peperhowe

Ob als romantische oder Gottesliebe – Agape also: Liebe war das zentrale Thema, als Paddy Kelly am Freitagabend in Münsters Kreuzkirche seine Agape-Tour beendete. Unterstützt vom Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken, hatte ihn seine Konzertreise durch zehn Städte geführt.

Zehn Euro des Eintrittsgeldes flossen in Hilfsprojekte von Caritas International in Äthiopien : 40 000 Euro kamen insgesamt zusammen, wie der Musiker zum Abschluss bilanzierte.

„Eine Geste der Nächstenliebe, an der ihr euch beteiligt habt“, dankte er seinen Fans. Das Viertel rund um die Kreuzkirche brach schier zusammen vor Autos, mit denen diese angereist waren. Mandy Gommlich (27) und Ivonne Tyla (26) aus Düsseldorf etwa sind den Mitgliedern der einstigen Kelly-Family treu geblieben, seit sie als Kinder deren Konzerte besuchten.

Joey ist der Coolste

Ivonne Tyla

„Joey ist der Coolste“, befand Ivonne. Paddy hingegen sei „ein guter Musiker und sieht auch toll aus“. Der 34-Jährige spielte vor dem prachtvoll ausgeleuchteten Gewölbe der Kreuzkirche neben alten Hits der Kelly Family neue spirituelle Lieder.

Immer wieder kam er aufs Leben im Kloster zu sprechen, in das er sich 2004 zurückgezogen hatte. Er habe einen Neustart gebraucht, „wie ein Computer“. Heraus kam er mit neuer Kraft, ei­nem „new spirit“, den er zum gleichnamigen Song verar­beitete. An Münster hat Kelly eine besondere Erinnerung: Als er hier mit seinen Geschwistern auf der Straße auftrat, „hoben die Leute die Hände zum Klatschen über den Kopf – wie bei ACDC“. Das habe so etwas verwegen Amerikanisches gehabt.

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