Vermischtes
Fernweh beim Filmfest: Hamburger feiern 20. Festival

Hamburg (dpa) - Mit Kaschmir als erster Station hat die cineastische Weltreise beim Filmfest Hamburg begonnen. Der idyllische Dal-See in der indischen Provinz Kaschmir ist Schauplatz des Beitrags «Valley of Saints» von Musa Syeed, mit dem das Festival am Donnerstagabend seine Eröffnung feierte.

Freitag, 28.09.2012, 10:09 Uhr

«Ein gewisses Fernweh hat uns getrieben, Filme aus Ländern und Orten zu suchen und zu finden, die man sonst nie zu sehen bekommt», sagte Filmfestchef Albert Wiederspiel . Bis zum 6. Oktober stehen 148 Werke aus 44 Ländern auf dem Programm des Festivals, das in diesem Jahr zum 20. Mal Produktionen aus aller Welt zeigt.

Prominente Gäste wie Regisseur Fatih Akin und Schauspielerin Pheline Roggan zeigten sich auf dem roten Teppich vorm Cinemaxx-Kino in der Innenstadt, andere wie der gerade in der Hansestadt drehende Filmstar Willem Dafoe sollen sich an den Fotografen vorbeigeschlichen haben. Akin, dessen «Soul Kitchen» 2009 das Festival eröffnete, wurde auch am zweiten Abend erwartet. Die bereits in Cannes vorgeführte Langzeitdoku «Müll im Garten Eden» stand auf dem Programm.

Der 39-Jährige selbst freute sich zunächst auf die Eröffnung: «Ich liebe indische Filme.» Generell habe er aber viele Lieblingsproduktionen. «Ich habe einen ganzen Keller voller Lieblingsfilme», sagte Akin. Und eine der besten Hamburger Produktionen sei für ihn « Nordsee ist Mordsee» von Hark Bohm. Bohm sollte eine Reihe gewidmet werden, meinte Akin - «weil er der Hamburger Filmemacher ist, der nach Helmut Käutners "Großer Freiheit" die besten Hamburger Filme gemacht hat».

Rund 40 000 Zuschauer besuchten die Vorführungen 2011. «Wenn es in diesem Jahr 45 000 werden, wäre ich wahnsinnig froh», hatte Wiederspiel erklärt. In sieben Kinos flimmern die unterschiedlichsten Werke aus Ländern wie Aserbaidschan und Nepal über die Leinwand. Es gibt thematische Schwerpunkte wie «Glaube» und Reihen wie «Asia Express». Aber auch einige TV-Produktionen, darunter neue «Tatort»-Folgen, gehören dazu.

Einer der Höhepunkte des Festivals ist traditionell die Verleihung des Douglas-Sirk-Preises, der diesmal an den gerade frisch gekürten Venedig-Gewinner Kim Ki-duk geht. Der Südkoreaner wird bei der Verleihung sein Drama «Pieta» präsentieren. Das Festival endet am 6. Oktober mit der französischen Komödie «Adieu Berthe».

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