Kultur
Hamburger Filmfest: Eine exotische Weltreise

Hamburg (dpa) - Das 20. Hamburger Filmfest will eine große Vielfalt auf die Leinwand bringen und den roten Teppich für Filmemacher aus aller Welt ausrollen. «Wir sind viel exotischer als in den vergangenen Jahren», sagte Filmfestchef Albert Wiederspiel bei der Vorstellung des Programms für das Jubiläumsfestival.

Mittwoch, 12.09.2012, 13:09 Uhr

Vom 27. September bis zum 6. Oktober werden 149 Filme aus 45 Ländern gezeigt. «Wir beginnen auch gleich mit etwas ganz Exotischem», betonte er. «Und wenn man schon so anfängt, darf man am Schluss auch albern werden.»

Aus Kaschmir kommt der Eröffnungsfilm «Valley of Saints», aus Frankreich der Abschlussstreifen «Adieu Berthe». Nach dem Start mit dem Drama von Regisseur Musa Syeed entschieden sich die Festivalmacher von der Elbe für ein heiteres Ende. «"Adieu Berthe" ist eine wunderbare Komödie, die alle Klischees über französische Filme erfüllt», sagte der Filmfestchef. «Adieu Berthe» von Bruno Podalydès sei ein Film, der «ein bisschen albern und ein bisschen melancholisch» sei.

Zu sehen sind beim Festival 149 Filme. 20 der auf dem Programm stehenden Produktionen sind TV-Filme, 11 sind Kinderfilme. «Wir haben 25 Debütfilme - darauf sind wir stolz, denn wir wollen Unbekanntes zeigen», sagte der Filmfestchef.

Was bei den Filmfestspielen von Cannes in diesem Jahr für Diskussionen sorgte, beschäftigte auch die Veranstalter in der Hansestadt: «Den Machern in Cannes war vorgeworfen worden, dass sie keine Filme von Frauen im Wettbewerb haben. Wir haben 30 Regisseurinnen dabei», sagte Wiederspiel , «aber auch ich wünschte, es wären ein paar mehr».

Der Südkoreaner Kim Ki-duk, der gerade beim Filmfest in Venedig mit seinem Drama «Pieta» den Goldenen Löwen gewann, erhält in Hamburg den Douglas-Sirk-Preis.

Deutsche Prominenz wird sich vor allem zu den TV-Produktionen auf dem roten Teppich zeigen, darunter Regisseure wie Matti Geschonneck und Hermine Huntgeburth sowie die Schauspieler Senta Berger, Jürgen Vogel, Armin Rohde, Ulrich Noethen und Matthias Brandt. Im vergangenen Jahr kamen mehr als 40 000 Besucher zum Filmfest.

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