Visionen für die westfälische Kulturlandschaft
Experten beraten unter Federführung des Landschaftsverbandes in Hamm

Münster/Hamm -

„Was wollen wir tun, um Westfalen-Lippe als Kulturland zu profilieren und stärker sichtbar zu machen?“ Mit dieser Leitfrage beschäftigen sich von heute an rund 170 Kulturdezernenten, Experten und Entscheider aus westfälischen Städten und Gemeinden im Maximilianpark in Hamm. Aus dem lang und breit intonierten Lamento, dass Westfalen gegenüber dem Rheinland ja immer irgendwie zu kurz komme, ist das vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe unter Kulturdezernentin Barbara Rüschoff-Thale initiierte Vorhaben geworden, Projekte, Leuchttürme und Netzwerke für die Kulturarbeit in Westfalen zu schaffen.

Mittwoch, 05.09.2012, 17:09 Uhr

Visionen für die westfälische Kulturlandschaft : Experten beraten unter Federführung des Landschaftsverbandes in Hamm
Die Burg Hülshoff  als künftiges Literaturzentrum ist ein Beispiel für kulturelle Leuchttürme in Westfalen. Foto: Klaus de Carné

„Letztlich geht es bei der Kulturagenda darum, Weichen für die Zukunft von Kunst und Kultur in unserer Region insgesamt zu stellen. Deshalb freuen wir uns, wenn sich auch gerade junge Künstler und Kulturbegeisterte in die Kulturpolitik einbringen. Dafür gibt es zur Visionskonferenz im Internet auch einen Blog“, erläutert die für Kultur verantwortliche Landesrätin. Dr. Yasmine Freigang , für die Tagung mitverantwortliche Mitarbeiterin des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe , erläuterte gestern im Gespräch die kulturelle Gefechtslage. Es gehe darum, die kulturelle Vielfalt in Westfalen zu erhalten, gleichzeitig aber auch angesichts klammer Kassen und demografischen Wandels neue Formen kultureller Kooperation zu entwickeln. „Wie geht das zusammen?“, fragt Freigang kritisch – angesichts einer Kulturvisionen-Konferenz und der aktuellen Spar- und Spartendebatte rund um das Theater Münster . Eines steht für die Organisatorin fest: Nur wenn Münster und das Münsterland sich als kulturelle Einheit und Kooperationsgemeinschaft empfänden, habe die Kultur in der Region eine gute Zukunft. Viele Kulturexperten wissen: Nicht nur von den münsterländischen Landräten und Bürgermeistern, die sich gerne zur Saisoneröffnung ins Theater einladen lassen, sondern von allen Bevölkerungsschichten des Münsterlandes müsste mehr Unterstützung für Münsters Theater kommen. Schließlich ist es das einzige Mehrspartenhaus in der Region.

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