Saarbrücken-Tatort: Melinda (ARD)
Groteske Krimireihe - Rettet den „Tatort“!

So langsam scheinen die Kommissare im „Tatort“ allesamt zur Karikatur zu verkommen. Der in Dortmund poltert rum, die in Münster blödeln rum – und der Neue in Saarbrücken schusselt rum.

Montag, 28.01.2013, 07:01 Uhr

Tatort Melinda ARD/SR
Tatort-Hauptkommissar Jens Stellbrink (Devid Striesow) in seinem ersten Fall "Melinda". Foto: ARD

Ziemlich spleenig erschien dieser frisch zugezogene, Yoga-gestählte Ermittler, den Devid Striesow zwar mit großer Spielfreude verkörperte. Aber was nutzt es, wenn die ARD-Vorzeige-Krimireihe langsam immer mehr zur Groteske verkommt?

Schon der Plot des ersten Falles mit dem neu ausgetauschten Saarland-Team enttäuschte. Dirk Kämper hatte eine ziemlich leicht zu durchschauende Räuberpistole über Drogenschmuggel und Menschenhandel ersonnen, die der Zuschauer lange vor Kommissar Stellbrink und seiner kühlen Kollegin (Elisabeth Brück) durchblickte. War doch wohl klar, dass der Dolmetscher aus dem Krankenhaus die Mutter des arabischen Mädchens Melinda ermordet hatte!

Regisseur Hannu Salonen stattete die Geschichte zudem mit einem Hauch von Märchen aus, was aber nicht so ärgerlich war wie das Katzbuckeln der überkandidelten Staatsanwältin (Sandra Steinbach ) vor der hohen Diplomatie oder die Episode mit der von Stellbrink im Auto gekidnappten Hobby-Detektivin. Statt Spannung ablenkende Kameraspielchen, statt cleverer Dramaturgie eine verkorkste Erzählstruktur. Rettet den „ Tatort “!

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