Kultur
Mannheimer Museen geben Ägypten-Sammlung zurück

Mannheim (dpa) - Nach monatelangem Gezerre haben die Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen (REM) in Baden-Württemberg rund 2700 Objekte aus der Altägypten-Sammlung eines Hamburger Kaufmanns an diesen zurückgegeben.

Montag, 18.03.2013, 15:03 Uhr

Allerdings hätten die REM zwei Stücke als Pfand behalten, sagte am Montag der Hamburger Anwalt Dirk Schellack , der die Tochter und Generalbevollmächtigte des Sammlers vertritt. Die Museen wollen so erreichen, dass ihnen der Kaufmann die bislang durch die Sammlung entstandenen Kosten ersetzt. Voraussichtlich wird sich ein Gericht mit dem Streit befassen müssen.

Der Kaufmann wollte seine Sammlung angeblich den REM überlassen und ließ einen Teil Anfang 2012 nach Mannheim bringen. In den folgenden Monaten kam es zwischen beiden Seiten aber zum Streit. Die Tochter verlangte als Generalbevollmächtigte ihres Vaters schließlich die Sammlung von den REM zurück, die Kultureinrichtung stellte sich aber zunächst quer. Zu den Objekten zählten Sarkophage, Gefäße und Mumienmasken aus der Sammlung des Hamburgers, die insgesamt rund 30 000 Stücke umfassen soll.

Am Mittwoch nächster Woche werden sich beide Seiten vor Gericht treffen. Dabei geht es aber laut Schellack erst einmal um strittige Aussagen des REM-Generaldirektors, und noch nicht um die Frage, wer welche Kosten tragen muss.

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