TV-Kritik - Tatort: Willkommen in Hamburg
Guter Einstand

Die Häme war groß, als bekannt wurde, dass Til Schweiger, der nuschelnde Macho, beim „Tatort“ einsteigt. Die Ankündigung, dass es in Hamburg fortan noch härter zugeht als bei Vorgänger Mehmet Kurtulus, ließ überdies Schlimmes für die Krimireihe befürchten. Zu Unrecht, was das Debüt betrifft: Schweiger lieferte – von der überzogenen Action-Sequenzen am Anfang mal abgesehen – mit seinem ersten Fall als LKA-Neuzugang einen durchaus sehenswerten Krimi ab.

Montag, 11.03.2013, 09:03 Uhr

TV-Kritik - Tatort: Willkommen in Hamburg : Guter Einstand
Die Schauspieler Til Schweiger (r) und Fahri Yardim posieren am 7.3.2013 in Hamburg bei der Premiere vom Tatort "Willkommen in Hamburg" für die Fotografen. Foto: dpa

Wie zuletzt oft handelte dieser erneut von Zwangsprostitution. Die Geschichte bekam aber durch den Zweikampf zwischen Schweigers Charakter Tschiller und seinem Ex-Partner, der die Seiten gewechselt hatte, eine zusätzliche dramatische Komponente. Schweiger war wieder mal der harte Hund mit weichem Herzen für Frauen, er drängte aber nicht in den Vordergrund, auch wenn Chef und Staatsanwältin nur Stichwortgeber blieben.

Marc Waschke war als Fiesling mit Ludenbärtchen gut besetzt. Das gilt auch für Tschillers neuen Partner (Fahri Yardim), der per Computer stets auf dem Laufenden war. Gemeinsam mit Schweiger lieferte er die Jungssprüche, die – wie die Szene auf dem Herrenklo – bei Schweiger-Filmen wohl unabdingbar sind.

Der Gag am Schluss mit der Eieruhr war aber bombig.

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