Mark Knopfler in Halle
Ein Konzert fast ohne Worte

Halle/Westfalen -

Er braucht nur einen einzigen, warmen Ton auf seiner Gitarre zu spielen, dann wissen alle bescheid: Mark Knopfler steht auf der Bühne. Am Mittwochabend gab der Virtuose eins seiner einzigartigen Konzerte. Fast 8000 Fans feierten den ehemaligen Kopf der Dire Straits im Gerry-Weber-Stadion in Halle/Westfalen.

Donnerstag, 04.07.2013, 17:07 Uhr

Wer hätte gedacht, dass man sich jemals von Mark Knopfler wünschen würde, dass er etwas ruhiger wird? Hektik jedenfalls hat dem alten Mann der gepflegten Unterhaltung wohl lange niemand mehr vorgeworfen. Aber an diesem Abend im ausverkauften Gerry-Weber-Stadion verdaddelt Mr. Relax das sonst so schöne „Postcards from Paraguay “ mit einer zu flotten Version. Das sei an dieser Stelle vorangestellt, weil es so bemerkenswert ist und zugleich bezeichnend für diesen Mittwochabend: Knopfler zeigte sich vergleichsweise lebhaft – was außerhalb von Paraguay eine Riesenfreude war.

Vielleicht lag es ja an der ungewöhnlichen Atmosphäre in der lichtdurchfluteten Arena, dass Knopfler wacher und lässiger wirkte als sonst so oft. Statt nur seltsam abwesend wegzuschauen, wandte er sich gar manchmal ans Publikum und erklärte Stücke. Manchmal.

Denn eigentlich bedarf es beim Knopfler-Konzert nicht vieler Worte, selbst in den Songs nicht. Stattdessen lässt er die Gitarre sprechen, zaubert diese warmen Töne, an denen ihn jeder gleich zu erkennen glaubt. In ausgedehnten Instrumentalen wechselt sich Knopfler mit den Musikern seiner ausgezeichneten Band ab. Selbst Trommler, Pianist und Violinist lässt der Meister reichlich Raum für wunderbare musikalische Eskapaden.

Mark Knopfler 2013 in Halle/Westfalen

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    Foto: Gunnar A. Pier
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Bei allem gaben Knopfler und Band vergleichsweise viel Gas. Zwischen dem fast schon obligatorischen Eröffnungssong „What it is“ und dem traumhaften Finale in Form des Instrumentals „Local Hero“ spielen sie zielsicher ausgewählte Perlen von Knopflers Solo-Alben. „Marbleton“ gehört zu den Höhepunkten und „Speedway to Nazareth“, ein archetypischer Knopfler-Song, der unscheinbar beginnt, um dann im instrumentalen Teil so richtig zu packen. Dire-Straits-Fans kennen das von „Telegraph Road“.

Letzteres ist übrigens neben „Romeo & Juliet“ einer von nur zwei Titeln aus Knopflers erstem Leben bei den Dire Straits. Die Zeit scheint vorbei, nicht mal „Sultans of Swing“ und Brothers in Arms“ spielt er. So richtig betrübt das kaum jemanden. Die Fans sind mit ihm dieser Zeit entwachsen.

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