Neil Young in Köln
Zwei Stunden lang fegt in Köln ein Hurrikan durch die Arena

Köln -

chon beim Soundcheck hatten sie eine Menge Spaß, und auch beim Essen vor der Veranstaltung waren sie richtig gut drauf. Das erzählt der Veranstalter, als er – gemeinsam mit einem großen Auditorium – dem Auftritt von Neil Young & Crazy Horse entgegenfiebert. Die Lanxess-Arena ist zwar nicht ausverkauft, aber offensichtlich ist die Musik des inzwischen 68-Jährigen immer noch sehr gefragt. Die Besucher werden nicht enttäuscht, im Gegenteil. Sie werden bestens bedient und sind begeistert.

Sonntag, 14.07.2013, 14:07 Uhr

Neil Young verschmilzt mit seiner Gitarre.
Neil Young verschmilzt mit seiner Gitarre. Foto: dpa

Schon beim Soundcheck hatten sie eine Menge Spaß, und auch beim Essen vor der Veranstaltung waren sie richtig gut drauf. Das erzählt der Veranstalter, als er – gemeinsam mit einem großen Auditorium – dem Auftritt von Neil Young & Crazy Horse entgegenfiebert. Die Lanxess-Arena ist zwar nicht ausverkauft, aber offensichtlich ist die Musik des inzwischen 68-Jährigen immer noch sehr gefragt. Die Besucher werden nicht enttäuscht, im Gegenteil. Sie werden bestens bedient und sind begeistert.

Neil Young versteht es, seine zwei Fähigkeiten geschickt zu kombinieren. Gerne als der Mann, der den Rock’n’Roll hart, laut und unmissverständlich darbietet. Da muss sich niemand wundern, wenn er plötzlich abdriftet, gänzlich entrückt, geradezu von seinem Extremspiel verzückt den Zuhörer schier erdrückt – einfach verrückt. Improvisationen, die bis zu zehn Minuten dauern können und seinen Stil immer schon ausmachten. Da macht es auch fast nichts aus, dass er in Sphären abgleitet, die kaum jemand nachvollziehen kann. Und dann der Gefühlvolle, der mit „Heart of Gold“ Weltruhm erlangte und bei „ Blowin’ in the Wind“ genauso zu Hause ist.

Mit Crazy Horse hat Neil Young seit vielen Jahren eine Gruppe um sich geschart, die seine Leidenschaft teilt. Treibend den Rhythmus haltend, wenn Young sich an seinem Spiel berauscht, immer wieder zurückführend zum Thema des Stücks. Das zieht sich durch das zweistündige Konzert. Sie haben Spaß auf der Bühne, das ist im Saal zu spüren. Und sie machen auch noch nicht Schluss, als sie sich längst verabschiedet haben. Das übrigens sehr charmant, für Young erstaunlich wortgewaltig und mit schöner Musik unterlegt. Die Zugabe dauert noch einmal ein Viertelstündchen und bringt das Quartett erneut in Fahrt. „Like­ a Hurricane“ wird leider nicht mehr gebracht, aber der war ja schon gut zwei Stunden durch die Arena gefegt.

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