Nachruf auf Weihbischof Dr. Max-Georg von Twickel
Kirchenmann mit Mut zum Wandel

Münster/Havixbeck -

„Das war unser Bischof“, so erinnert sich eine aus dem Oldenburger Münsterland stammende Katholikin in Münster an Dr. Max-Georg Freiherr von Twickel, der am Donnerstag im Alter von 87 Jahren in Mettingen gestorben ist. 31 Jahre lang, von 1970 bis 2001, prägte der gebürtige Havixbecker als Offizial den nördlichen Sprengel des Bistums Münster zwischen Vechta und Wange­rooge.

Freitag, 29.11.2013, 17:11 Uhr

Der aus einer münsterländischen Adelsfamilie stammende Geistliche entschied sich nach Schulzeit am Paulinum, Kriegsdienst und Rückkehr aus der Gefangenschaft 1945 für den Priesterberuf. Er führte dies vor allem auf eine Familie zurück, deren Geist durch „eine selbstverständliche Verbundenheit mit der Kirche“ bestimmt war.

1952 gemeinsam mit dem späteren Trierer Bischof Hermann Josef Spital zum Priester geweiht, folgten Kaplans- und weitere Studienjahre in Innsbruck und Rom. 1959 wurde von Twickel Religionslehrer am Ratsgymnasium in Münster . 1967 wechselte er in die Pfarrseelsorge. Als Dechant in der St.-Felizitas-Pfarre Lüdinghausen erreichte ihn 1970 der Ruf, als Offizial nach Vechta zu wechseln. Von Twickel sei gerade konservativ genug, um zu wissen, was es zu wahren gelte, besitze aber gleichzeitig den Mut, einen notwendigen Wandel herbeizuführen, erklärte der damalige Bischof Heinrich Tenhumberg . Als erster Amtsinhaber in der Reihe der elf Vechtaer Offiziale seit 1831 empfing von Twickel 1973 die Bischofsweihe. Er leitete seinen Sprengel kooperativ und mit Augenmaß. Auf Firmreisen und Visitationen lernte er Land und Leute kennen, zeigte ein offenes Ohr für die Sorgen und Freuden der Gläubigen. Viele erinnern sich an seine prägenden Pilgerfahrten mit Jugendlichen.

Das Pontifikalrequiem für den Weihbischof beginnt am Samstag, 7. Dezember, um 10 in der Propsteikirche St. Georg in Vechta. Anschließend wird der Verstorbene auf dem dortigen Katholischen Friedhof beigesetzt. Ein letztes sinnfälliges Zeichen seiner Verbundenheit mit den Menschen im Oldenburger Münsterland.

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