26. Wacken Open Air
Heavy-Metal-Fans trotzen dem Regen und feiern im Schlamm

Wacken -

Wenn das Heavy-Metal-Festival in Wacken endet, bleibt vor allem eins im Gedächtnis: Schlamm, soweit das Auge reicht. Dafür entschädigen Musik und Partystimmung. 

Sonntag, 02.08.2015, 14:08 Uhr

Die „Alt-Metaller“ der Kultband „Judas Priest“ setzen beim Wacken Open Air wie auch viele andere Gruppen phonstarke Ausrufezeichen.
Die „Alt-Metaller“ der Kultband „Judas Priest“ setzen beim Wacken Open Air wie auch viele andere Gruppen phonstarke Ausrufezeichen. Foto: dpa

Wer immer die Idee hatte, die Himmelsschleusen dermaßen weit zu öffnen: Es war keine gute Idee. Mehr als 140 Liter Niederschlag pro Quadratmeter in den fünf Tagen vor dem Festival hatten für eine Schlammtiefe von etwa 30 Zentimetern gesorgt. Organisatorisch stellte dies die Verantwortlichen vor riesige Probleme, die überwiegend gut gemeistert wurden.

Der stets guten Stimmung auf dem „WOA“ tat dies aber keinen Abbruch. Metalheads sind nach Aussage von Mitveranstalter Wolfgang Hübner „unkaputtbar“ und so wurden sie gleich am ersten Festivaltag belohnt mit der wohl gigantischsten Show, die es jemals in Wacken gegeben hat.

Als Highlight des ersten Abends spielten gleichzeitig auf beiden Hauptbühnen Savatage und das Trans Siberian Orchestra. Eine zweieinhalbstündige Show im besten Sound, gepaart mit einer High-Tech-Video- und Lightshow trieben die Metalheads zur Ektase.

Auch am Freitag wurden die Metalheads wieder mit zahlreichen Höhepunkten verwöhnt. Vor allem zeigte sich der Himmel nun von seiner sonnigen Seite. Trotzdem blieben Gummistiefel die bestmögliche Gehhilfe. Musikalisch brachten ab 21 Uhr Bands unterschiedlicher Couleur ihre Fans in Stimmung. Nach Old-School Heavy-Metal von Black Label Society folgte nach Einbruch der Dunkelheit der auch optische Höhepunkt des Abends. Die Melodic­Death-Metaller von In ­Flames berauschten das Publikum mit einer bombastischen Lichtshow.

Wer noch genug Kraft hatte und die noch kühlen siebe Grad Temperatur aushalten konnte, erfreute sich anschließend über die Oldies von Running Wild und Boss Hoss.

Sonniges Wetter und viel Walzarbeit sorgten am Samstag dafür, dass der Boden an vielen Stellen wieder gut begehbar war. Der frühe Abend begann mit Rock meets Klassik. Das Prager Bohemian-Orchester spielte zusammen mit einer Rockband und mehreren Gastsängern und ließ dabei die Grenzen zwischen U- und E-Musik genussvoll verschmelzen.

Mit Einbruch der Dunkelheit sorgten dann die beiden Headliner des Tages für frenetische Begeisterung. Zunächst sorgten Sabaton mit ihrem radiotauglichen Powermetal für allerbeste Partylaune, bevor die Altmetaller von Judas Priest die Bühne rockten.

Wie immer in den ungeraden Jahren wurde das „WOA“ abgeschlossen mit Subway to Sally, die mit ihrem ruhigeren Folkmetal die Metalheads vom Festival verabschiedeten.

Fazit: Es war ein rundum gelungenes Festival. Wie schnell und spontan von den Veranstaltern auf die Wetterfolgen reagiert wurde, war bewundernswert.

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