Begeisterndes Luther-Oratorium in Halle
Nun ist Luther auch ein Popstar

Halle/Westf -

Die Stars standen diesmal nicht auf dem Centercourt, wie in drei Monaten wieder beim Silberjubiläum der Gerry Weber Open, sondern füllten die Zuschauerränge hinter der Bühne und präsentierten sich als ein Meer in Weiß. 

Sonntag, 12.03.2017, 14:03 Uhr

„Hier stehe ich“: Martin Luther (Frank Winkels, M.) und Mitstreiter. Im Hintergrund Sänger aus ganz Westfalen.
„Hier stehe ich“: Martin Luther (Frank Winkels, M.) und Mitstreiter. Im Hintergrund Sänger aus ganz Westfalen. Foto: Reinhard Baldauf

Es waren die Sängerinnen und Sänger der 34 Chöre, die aus Ost-Westfalen und Lippe, Niedersachsen und dem Münsterland zusammengekommen waren, um am Samstagabend der siebten Aufführung des Pop-Oratoriums „ Luther “ aus der Feder von Komponist Dieter Falk eine stimmgewaltige Kulisse zu geben.

Martin Luther als erster Popstar der Geschichte – so hat vorher den Reformator noch niemand gesehen. „Luther hat die Volksmusik in die Kirche gebracht“, hatte der Musikproduzent zuvor festgestellt. Entsprechend rhythmisch ging es vom ersten Akkord an los.

Vor den in weißen Blusen und Oberhemden gekleideten Chorsängerinnen und Sängerinnen, die das Geschehen auch physisch umrahmten, hatten auf der Bühne „Das junge Orchester NRW sowie die Mitglieder der Band ihr Plätze eingenommen; dazwischen agierten die Solisten, erfahrene Musicalsängerinnen und Sänger und Schauspieler.

1600 Sänger proben das Pop-Oratorium "Luther"

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  • Foto: Gunnar A. Pier
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  • Singkreis Lienen.

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  • Ralf Rathmann, Vorstand der Stiftung Creative Kirche

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  • Walter Hempelmann (Superintendent des Evangelischen Kircheskreises Halle) und Ralf Rathmann (Vorstand der Stiftung Creative Kirche) mit den Dirigenten Hartmut Naumann und Matthias Nagel (von links). 

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  • Ralf Rathmann, Vorstand der Stiftung Creative Kirche

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  • Ralf Rathmann, Vorstand der Stiftung Creative Kirche

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  • Singkreis Lienen.

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  • Petra Jäkel leitet den Singkreis Lienen.

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  • Walter Hempelmann, Superintendent des Evangelischen Kircheskreises Halle.

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  • Ralf Rathmann, Vorstand der Stiftung Creative Kirche

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  • Ralf Rathmann, Vorstand der Stiftung Creative Kirche

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  • Walter Hempelmann, Superintendent des Evangelischen Kircheskreises Halle.

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  • Walter Hempelmann, Superintendent des Evangelischen Kircheskreises Halle.

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  • Petra Jäkel leitet den Singkreis Lienen.

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  • Walter Hempelmann, Superintendent des Evangelischen Kircheskreises Halle.

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  • Walter Hempelmann, Superintendent des Evangelischen Kircheskreises Halle.

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Falk, Jazz-, Kirchen- und Schulmusiker, und Michael Kunze, der das Libretto schrieb, haben sich in dem Pop-Oratorium auf das Geschehen im Umfeld des Reichstags von Worms konzentriert, auf dem Luther seine kirchenkritischen Aussagen vor dem Kaiser widerrufen sollte, und mit Rückblenden und Ausblicken die damaligen Geschehnisse musikalisch und textlich umgesetzt. Was höchste Ansprüche an den Komponisten und Librettisten stellte, denn das politische Ränkespiel zwischen den deutschen Königen und Landesherren und Kaiser Karl V. auf den Punkt zu bringen, verdient höchstes Lob.

Das gilt auch für alle Ausführenden auf der Bühne, allen voran Luther-Darsteller Frank Winkels, der seine Hauptaufgabe darin sieht, die Person des Reformators mit seinen Überzeugungen und Zweifeln so glaubwürdig darzustellen, dass die Emotion beim Publikum ankommt, als auch für alle Mitsängerinnen und Mitsänger.

Manche Szenen wie die des von Zweifeln geplagten Kaisers, dem es nur darum geht, seine Macht zu erhalten und dafür auch Überzeugungen opfert, oder der Auftritt der Banker aus dem Haus Fugger, die durch die von Luther geforderte Beendigung des Ablasshandels um ihre Geschäftsidee fürchteten und gleich eine Bankenkrise beschworen, wirkten wie eine Metapher auf die Gegenwart.

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Das Publikum ließ sich von Anfang an von den jazzigen, mal auch rockig-souligen Rhythmen mitreißen und genoss es auch durchaus, wenn das Lied „Eine feste Burg ist unser Gott“, das zur protestantischen Hymne geworden ist, in seiner ursprünglichen Weise erklang. Am Ende rockten mehr als 8000 begeisterte Zuschauer förmlich das Stadion.

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