Pianist im Taxi
Doppelte Hitchcock-Spannung dank Zugpanne

Münster -

Hans Dieter Weverinck staunt noch immer. „So etwas habe ich bei all meinen Lesungen nicht erlebt“, sagt der Veranstalter der „Meister des Wortes“ in Münster. 

Dienstag, 16.05.2017, 11:05 Uhr

Denn die Lesung Matthias Brandts mit Musik von Jens Thomas am Wochenende hing am seidenen Faden, wurde aber durch den ungewöhnlichen Einsatz beider Künstler gerettet.

Hintergrund war eine Panne im Zugverkehr: Während Brandt schon in Münster war, steckte sein Pianist Jens Thomas hinter Wolfsburg fest. Per Bus wurden er und die anderen Fahrgäste dann nach Hannover gebracht, von dort aus nahm Thomas ein Taxi und traf abends in Münster ein. Zu einer Zeit, als er längst auf der Bühne sitzen sollte. Dort aber hatte Matthias Brandt unterdessen improvisiert.

Weil das Programm „Psycho“ nicht ohne Klavier auskam, bot er dem Publikum im Großen Haus kurzerhand ein anderes Programm à la Hitchcock: „Angst“. Was allerdings nicht ganz einfach war, denn den Text dazu hatte er lediglich auf dem Handy verfügbar. Also wurde der im Theater ausgedruckt, und das Publikum bekam ein 50-minütiges „Vorspiel“, mit dem keiner rechnen konnte. Gegen halb zehn dann, der Abend hätte eigentlich schon bald enden sollen, begann das „eigentliche“ Programm. Ein wahres Psycho-Spiel, das die Zuschauer begeisterte.

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