Ein spritzig-schräger Spaß
Musical „Shrek“ feiert auf der Tecklenburger Freilichtbühne Premiere und wird bejubelt

Tecklenburg -

„Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.“ Der letzte Satz ist noch nicht verklungen, da bricht tosender Applaus los. Das Musical „Shrek“ feierte am Samstagabend auf der Freilichtbühne eine grandiose Premiere. „Shrek“, als Film berühmt, ist in der Tecklenburger Bühnenfassung ein Riesenspaß – für Erwachsene wohlgemerkt. Da wird US-Präsident Trump hochgenommen. Es gibt witzige Anlehnungen an alte Fernsehsendungen wie das heitere Beruferaten. Eine gelungene Mischung aus spritzigem Musical und vergnüglichem Klamauk.

Sonntag, 18.06.2017, 16:06 Uhr

Tosenden Applaus gibt es für Prinzessin Fiona (Roberta Valentini) und die Ratten. Ihr gemeinsamer rasanter Tanz begeistert das Premierenpublikum auf der Freilichtbühne in Tecklenburg.
Tosenden Applaus gibt es für Prinzessin Fiona (Roberta Valentini) und die Ratten. Ihr gemeinsamer rasanter Tanz begeistert das Premierenpublikum auf der Freilichtbühne in Tecklenburg. Foto: Detlef Dowidat

Die Geschichte ist schnell erzählt: Der böse Lord Farquaad verbannt sämtliche Fabel- und Märchenwesen in den Sumpf von Shrek. Damit die wieder zurückdürfen, schließt Shrek einen Pakt mit dem Lord: Er befreit Prinzessin Fiona, diese heiratet dann den Lord, und dieser wird König. So ist es geplant. Natürlich mit dabei: Shreks Kumpel Esel. Alles klappt wie vorgesehen, nur die Sache mit der Liebe läuft aus dem Ruder. Fiona verliebt sich in Shrek, und der Esel verguckt sich in die Drachendame.

Dieses Märchen wird in Tecklenburg so farbenfroh und humorvoll auf die Bühne gebracht, dass das Publikum von Beginn an begeistert ist, dem Esel lautstark auf der Flucht hilft und herzlich lacht über die Gags, die sich aneinanderreihen.

Das Orchester unter der Leitung von Giorgio Radoja ist bestens aufgelegt und spielt die eingängigen Melodien in voller Harmonie mit dem Ensemble. Und das ist wiederum beeindruckend groß. Da schreiten Darsteller als Riesenbäume über die Bühne, lebendige Sonnenblumen verwandeln sie in ein Blütenmeer. Und dann sind da noch die Ratten, die ausgelassen mit der Prinzessin tanzen und spontan einen Riesenapplaus bekommen.

Irgendwie sehen sie alle vergnügt aus: Tetje Mierendorf als Shrek, Roberta Valentini als Fiona, Thomas Hohler als Esel und Robert Meyer als böser Lord. Sie und das gesamte Ensemble haben, so scheint es, ein Mordsvergnügen an diesem etwas schrägen Musical. Da springt der Funke zu den Zuschauern natürlich über. Esel, die sympathische Quasselstrippe, wird ebenso schnell zum Publikumsliebling wie Lord Farquaad, der es, wie Shrek sagt, eher minimalistisch mag. Kein Wunder, ist er doch nur halb so groß. Robert Meyer „läuft“ während des gesamten Musicals – alle Achtung – deshalb auf Knien.

Und dann sind da noch die rund 20 Märchen- und Fabelwesen – von Frau Holle über Peter Pan bis hin zu Miss Piggy. Ein Fest für Augen und Ohren.

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Das Musical „Shrek“ wird bis zum 27. August noch 20 Mal gezeigt. Karten: ' 0 54 82 / 220.

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