Musical „Rebecca“ auf der Freilichtbühne Tecklenburg bejubelt
Kampf gegen die Schatten der Vergangenheit

Tecklenburg -

Spannung, Erinnerungen und Wendungen: In einer mitreißenden Inszenierung feierte „Rebecca – Das Geheimnis von Manderley“ nach dem Roman von Daphne du Maurier am Freitag auf der ausverkauften Freilichtbühne Tecklenburg Premiere. Enthusiastisch bejubelten die mehr als 2000 Zuschauer das Ensemble, das unter der Regie von Andreas Gergen, der musikalischen Leitung von Tjaard Kirsch und der Choreografie von Danny Costello vor der stimmungsvollen Kulisse der alten Burgruine eine Vorstellung auf höchstem Niveau bot.

Sonntag, 23.07.2017, 15:07 Uhr

In den Auseinandersetzungen stehen der Ich-Erzählerin (im grünen Kleid) des Musicals nur wenige Menschen bei. Schwägerin Beatrice und Gutsverwalter Frank Crawley unterstützen die junge Frau.
In den Auseinandersetzungen stehen der Ich-Erzählerin (im grünen Kleid) des Musicals nur wenige Menschen bei. Schwägerin Beatrice und Gutsverwalter Frank Crawley unterstützen die junge Frau. Foto: Detlef Dowidat

Die Geschichte um Rebecca, die verstorbene Herrin des Adelssitzes Manderley an der Küste Cornwalls, kam nicht nur bei den Gästen der Premiere gut an. Auch der ungarische Komponist und Arrangeur Sylvester Levay war vor Ort und gerührt von der Inszenierung der Freilichtspiele und der Begeisterung des Publikums. Von der tollen Stimmung und Levays Kompliment wiederum war der Intendant Radulf Beuleke so überwältigt, dass er spontan einen Ausblick auf den Festspielsommer 2018 gab. „Les Misérables“, das Musical nach dem Roman von Victor Hugo, soll in der Festspielstadt an den Erfolg von „Rebecca“ anknüpfen.

Milica Jovanovich spielt auch in den noch folgenden 17 Aufführungen die Ich-Erzählerin, die, getragen von der unerschütterlichen Liebe zu ihrem unter Mordverdacht geratenen Ehemann Maxim de Winter, vom scheuen Mädchen zur selbstbewussten Frau wird. Pia Douwes verkörpert die geheimnisvolle Haushälterin Mrs. Danvers, die keine Zweifel daran lässt, dass die Neue ihrer Vorgängerin Rebecca nicht das Wasser reichen kann. In der Rolle des Ehemanns überzeugt Jan Ammann auf seiner Gratwanderung zwischen den Schatten der Vergangenheit und der Hoffnung auf eine glückliche Zukunft.

Andreas Gergen bringt die Schatten auf die Bühne, lässt sie pantomimisch aus der Vergangenheit erzählen. Die Hoffnung auf eine Zukunft ganz ohne Schatten macht die allerletzte Szene nach einem spektakulären Finale jedoch zunichte.

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