„Boybands forever“ in der Halle Münsterland
Tolle Typen mit frischen Songs

Münster -

In punkto Kreischfaktor hat sich seit seit 20 Jahren nichts geändert: Wenn eine echte Boyband auf der Bühne steht, rasten die weiblichen Fans reihenweise aus. Selten hat die Halle Münsterland wohl solche Ausflippattacken erlebt wie am Freitagabend. „Boybands forever“ heißt die Show, bei der zwar nicht die Stars von „Take That“, „Backstreet Boys“ oder „NSYNC“ auf der Bühne stehen. Aber Josh Randall, Christopher Haul, Robbie Culley, David Lei Brandt und Luke Walsh konnten dem zu 99 Prozent weiblichen Publikum trotzdem hochtönige Begeisterungsstürme entlocken, weil tolle Stimmen, knackige Choreografien und nicht zuletzt der volle Sixpack-Körpereinsatz mit einer ordentlichen Portion nackter Haut reichlich Anlass dazu gaben.

Sonntag, 25.02.2018, 14:02 Uhr

Die Boys   (v. l.) Christopher Haul, Robbie Culley, Josh Randall, David Lei Brandt und Luke Walsh.
Die Boys   (v. l.) Christopher Haul, Robbie Culley, Josh Randall, David Lei Brandt und Luke Walsh. Foto: Markus Möhl

Die fünf jungen Herren verkörpern viel von dem Boygroup-Hype, den sie selber altersbedingt nicht erlebt haben dürften. Und der bestand, wie die außerordentlich witzige Moderatorin Gayle Tufts erklärte, in der „Typen-Mischung“: Wenn der Schwiegersohn, der Fit-Boy, das Sweetheart, der Gefährliche und der Unscheinbare zusammenkommen, ist Erfolg programmiert. Diesem Castingprinzip ist auch Entertainer Thomas Herrmanns gefolgt, der Buch und Regie für die perfekt inszenierte Revivalshow geliefert hat und damit deutschlandweit für ausverkaufte Hallen sorgt. Hinzu kommt, dass die Songs der großen Boybands selbst im aktuellen Chartgeschehen bestens abschneiden würden, ohne dass man die Arrangements ändern muss – „Ev’rybody“, „Bye Bye Bye“ und „Step by Step“ sorgten nicht nur vor 20 Jahren für ausgelassene Partystimmung. Wedelnde Lichterherzen, die inzwischen das Feuerzeug ersetzenden Handylichter und viel Tanzfreude ließen auch in der Halle Münsterland 90er-Feeling aufkommen.

Und als Gayle Tufts dann zum „Sing along“ direkt vor der Bühne einlud, ließen sich die Damen nicht lange bitten und genossen hautnahen Körperkontakt. Musikalisch bestens begleitet wurden die derart begehrten Boygroup-Mitglieder vom satten Sound einer vierköpfigen Band. Auch bei deren Besetzung ließ Thomas Herrmanns nichts anbrennen, denn sein Musical Director Christoph Papendieck hat nicht nur selber mit „Westlife“ und „Blue“ gearbeitet, sondern ist auch der musikalische Leiter von Helene Fischer. Höchste Qualität auf der Bühne und beste Stimmung in der Halle – das weiß das Publikum zu schätzen und beendet nur ungern nach einigen Zugaben die Reise in eine Zeit, in der Poster von Gary, Robbie, Nick oder Justin die Wände von so manchen Mädchenzimmern zierten.

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